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Peiner Träger: 300 Stellen werden noch dieses Jahr gestrichen

Peine Peiner Träger: 300 Stellen werden noch dieses Jahr gestrichen

Peine. Schlechte Nachricht für 300 Mitarbeiter der kriselnden Stahlfirma Peiner Träger, deren Job gestrichen werden: Die Angestellten werden noch dieses Jahr entlassen. „Das soll so schnell wie möglich passieren“, sagte Bernhard Kleinermann, Sprecher der Salzgitter AG, der PAZ.

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Peiner Träger: Diese Mitarbeiter stehen vor dem Eingangstor.

Quelle: A

Zu dem Stahlkonzern gehört das Tochterunternehmen Peiner Träger. Das Peiner Werk, in dem Stahlträger produziert werden, soll aber vorerst erhalten bleiben. Laut gut unterrichteter Kreise soll es weitere Umstrukturierungen bei Peiner Träger geben. Unter anderem will man die Peiner Schrottfirma Deumu (siehe Stichwort) an Peiner Träger andocken. So will man Geld sparen und Synergie-Effekte nutzen.

Bei Peiner Träger stellen bisher rund 1070 Mitarbeiter Stahlträger her, vor allem für die in Europa seit längerem lahmende Bauindustrie. Die Nachfrage nach Trägern ist daher dramatisch gesunken und hat Peiner Träger in die Krise gestürzt. Kleinermann weiter: „Wichtig ist dabei zu sagen, dass die 300 Ex-Mitarbeiter nicht ins Bodenlose fallen, sondern dass die Möglichkeit zu einem Wechsel oder einer Qualifizierung besteht.“ Betriebsbedingte Kündigungen sollen der letzte Weg sein, Vorrang hätten Altersteilzeit, Auflösungsverträge oder Versetzungen zu Salzgitter-Flachstahl.

„Die ehemaligen Angestellten können auf Wunsch eine Ausgleichszahlung erhalten oder zu reduzierten Bezügen in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort kann man sich bis zu zwei Jahre qualifizieren, um einen neuen Job zu finden“, so der Sprecher.

Hans-Jürgen Urban von der IG Metall bestätigte: „Die vorgetragenen Eckpunkte stellen einen wichtigen Beitrag zur sozialverträglichen Durchführung der Personal-Maßnahmen sowie zur Sicherung des Peiner Standortes dar.“

War die 400-Millionen-Euro-Investition in den vergangenen Jahren bei Peiner Träger rückblickend ein Fehler? Kleinermann: „Aus heutiger Sicht muss man Ja sagen. Aber im Jahr 2007 sah die Situation vollkommen anders aus, denn die Geschäfte brummten damals.“

Stichwort: Deumu

Die Deutsche Erz und Metall-Union (Deumu) hat ihren Sitz an der Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 3-5. Die Deumu ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG. 2008 erzielte das Unternehmen mit 265 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 828 Millionen Euro. Die Deumu ist einer der größten Schrotthändler in Deutschland und verarbeitet jährlich 600.000 Tonnen Schrott – davon gehen 80 Prozent in die beiden eigenen Stahlwerke des Konzerns in Peine und Salzgitter.

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