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Peiner Träger: 174-Tonnen-Riesentrafo für zweiten Elektro-Ofen angeliefert

Peine Peiner Träger: 174-Tonnen-Riesentrafo für zweiten Elektro-Ofen angeliefert

Kraftakt am Freitagmorgen beim Stahlwerk Peiner Träger: Per Schiff und Sattelschlepper wurde ein Riesentrafo für den zweiten Elektro-Ofen angeliefert und im Werk eingesetzt.

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In Peine angekommen: Der schwere Riesentrafo (grau) wurde von einem Gittermastkran auf einen Spezial-Tieflader geladen und zum Stahlwerk Peiner Träger transportiert.

Quelle: Salzgitter AG/2

Peine. Per Schiff lieferte eine Transportfirma den neuen Transformator für den zweiten Elektro-Ofen im Peiner Stahlwerk an – dieser wird der neue Betriebstrafo. Pressesprecher Olaf Reinecke sagte: „Der Trafo trägt zur langfristigen Absicherung der Stromversorgung des Stahlwerkes Peiner Träger bei.“

Der Trafo wurde von ABB in Bad Honnef (bei Bonn) gefertigt und über Rotterdam geliefert. Die Bauzeit des Trafos dauerte etwa ein Jahr, und die Leistung beträgt 150 000 Kilovoltampere. Das Gewicht liegt bei 174 Tonnen, und der Riesenblock ist acht Meter breit, fünf Meter tief und fünf Meter hoch.

„Der Trafo kam über den Mittellandkanal nach Peine  und wurde vom Schiff per Gittermastkran an Land auf einen Spezialtieflader verladen. Der niederländische Gittermastkran ist 400 Tonnen schwer“, erklärte Reinecke. Der erste Einsatz des Trafos soll nach acht Wochen beim nächsten Stahlwerks-Stillstand erfolgen.

Der Trafo wird mit 33 000 Volt betrieben, die in 700 bis 1250 Volt einstellbar umgewandelt werden. Der Ausgangsstrom beträgt 79 000 Ampere – zum Vergleich: Die reguläre Haussicherung für eine Steckdose hat 16 Ampere.

Besonderheit bei dem Transport: Da es in Höhe Stahlwerk keinen regulären Anlegeplatz für Schiffe gibt, wurde der Mittellandkanal für etwa eine Stunde voll gesperrt. Daneben musste laut dem Sprecher der Bodengrund besonders hergerichtet und mit Lastverteil-Elementen ausgelegt werden.

Zum Hintergrund: Peiner Träger betreibt zwei Elektro-Öfen zur Stahlherstellung. In diesen wird Stahlschrott zu Rohstahl eingeschmolzen. Die Jahreskapazität beträgt mit dem neuen zweiten Elektro-Ofen 1,9 Millionen Tonnen. Der Mutterkonzern Salzgitter AG hat 400 Millionen Euro in Peine investiert.

tk

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