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Peiner Tierheim droht finanzieller Kollaps

Peine Peiner Tierheim droht finanzieller Kollaps

Kreis Peine. Tierheim in Not: In den vergangenen Wochen ist das Peiner Tierheim in eine gefährliche finanzielle Schieflage geraten. Vor allem Katzen wohnen zurzeit reichlich an der Fritz-Stegen-Allee. Es gibt einen Aufnahmestopp. Besondere Sorgen machen sich die Tierschützer zudem um Hündin Blacky, die dringend eine teure Operation benötigt.

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Für 150.000 Euro saniert: Die Hundehalle. Auszubildende Ines Klingebiel zeigt das renovierte Gebäude.

Quelle: pif

„Wir mussten wegen der finanziellen Probleme bereits drei Mitarbeiterinnen kündigen“, sagt Wolfgang Kiesswetter, Vorsitzender des Tierschutzvereins Peine und Umgegend. Auch die ehrgeizige, aber notwendige Gebäudesanierung musste gestreckt werden.

„Es gab ungewöhnlich viele Fundtiere. Zudem sind die Katzen sind massenhaft krank geworden. Das hat das Jahr für uns unkalkulierbar gemacht“, erklärt Kiesswetter die Hintergründe der Finanznot. Das bedeutet, dass die Peiner Tierschützer derzeit keine weiteren Tiere an der Fritz-Stegen-Allee unterbringen können.

Besondere Sorgen machen sich die Mitarbeiter des Peiner Tierheims zurzeit um die elfjährige Tibetterriermixhündin Blacky. Als die Hündin Anfang Juni ins Tierheim kam, ging es ihr schlecht. Sie leidet unter dem „Cushing Syndrom“, das mit Medikamenten für etwa 70 Euro im Monat erfolgreich behandelt wird. Nun hat der Tierarzt drei Milztumore bei Blacky entdeckt, die dringend operiert werden müssen. Kosten: 350 Euro.

Zurzeit wird Blacky von einer Mitarbeiterin abends mit nach Hause genommen. Doch die Mitarbeiterin ist eine derjenigen, der gekündigt werden musste. Die anderen Mitarbeiterinnen haben bereits Tiere zuhause und können Blacky nicht aufnehmen. Deshalb sucht das Tierheim eine neue Bleibe für die Hündin. „Das Tierheim zahlt aber zunächst die Operation und für ein Jahr die Medikamente“, sagte Tierheimleiterin Elke Maschnitza.

pif

Spenden an das Peiner Tierheim gehen auf das Konto 118034 bei der Kreissparkasse Peine, BLZ: 25250001.

Hintergrund

Bereits im vergangenen Jahr war das Peiner Tierheim in Not geraten. Nach mehreren Einbrüchen und einem Wasserschaden stand fest: Das Gebäude ist marode und muss dringend saniert werden. Bisher flossen 150.000 Euro in die neue Hundehalle und die Beseitigung der Wasserschäden (PAZ berichtete). Doch damit ist der finanzielle Spielraum ausgeschöpft. Die Tierschützer waren von Sanierungskosten in Höhe von 120.000 Euro ausgegangen. Probleme gibt es aktuell in der Katzenstation. „Das Dach ist undicht, wenn wir jetzt im Herbst viel Regen bekommen, werden die Katzen im feuchten leben müssen“, sagte Tierpflegerin Maike Wedemeyer. Das Tierheim finanziert sich aus Zahlungen von Stadt und Gemeinden. Die Stadt Peine etwa zahlt 36.000 Euro im Jahr. Dazu kommen Spenden.

Aktuell hat der Verein nicht das Geld, um die notwendigen Sanierungen umzusetzen. Im Gegenteil: Die Lage ist so ernst, dass drei Mitarbeiterinnen entlassen werden mussten. Tierschutzvereins-Vorsitzender Wolfgang Kiesswetter sagte: „Wir freuen uns auch außerhalb des jährlichen Gabentischs über Spenden und solidarische Hilfe unserer Tierfreunde.“

pif

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