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Peiner Serientäter verurteilt

Einbrüche und Gewalt Peiner Serientäter verurteilt

Peine. Vor dem Amtsgericht mussten sich nun zwei junge Serieneinbrecher verantworten. Sie waren unter anderem verantwortlich für einen Einbruch am Silberkamp-Gymnasium und auf dem Peiner Weihnachtsmarkt.

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Festgenommen: Die beiden Täter gelten als Serieneinbrecher.

Quelle: Archiv

Rund eine halbe Stunde dauerte allein die Verlesung der Anklageschrift, weitere fünf Stunden der anschließende Prozess: Außer zahlreichen Körperverletzungen und Diebstählen warf die Staatsanwaltschaft den jungen Peinern auch mehrere Einbruchdiebstähle im Stadtgebiet vor. Die Angeklagten gestanden die Vorwürfe.

Unter anderem brachen die beiden mit zwei weiteren Tätern Ende November vergangenen Jahres in das Gymnasium am Silberkamp ein, entwendeten Laptops und Bargeld im Gesamtwert von rund 400 Euro. Nur wenige Tage später schlug das Einbruchs-Duo wieder zu, diesmal auf dem Peiner Weihnachtsmarkt. Mithilfe eines Schraubenziehers drehten sie die Jalousie eines Standes auf, stahlen Schmuck und Gürtelschnallen im Gesamtwert von knapp 1500 Euro.

Tags darauf ging es weiter mit der Diebestour, diesmal auf dem Friedhofsgelände der katholischen Gemeinde in Telgte. Durch ein Fenster verschafften sie sich Zutritt, entwendeten Werkzeug, einen Feuerlöscher und einen Werkzeugkoffer – Schaden: circa 2500 Euro. Damals sagte Georg Eckermann, Leiter der Friedhofsverwaltung, der PAZ: „Außerdem haben die Einbrecher versucht, den Trecker zu starten. Das ist ihnen aber nicht gelungen.“

Der 18-jährige Angeklagte schilderte den Einstieg vor Gericht: „Der Fensterhebel war nicht ganz runter gedrückt. Ich habe mich dagegen gelehnt, dann ging es auf.“ Angesprochen auf den Trecker ergänzte der ältere Täter: „Das war eine stumpfsinnige Idee – wie alles.“

Reue zeigten beide Angeklagte, für einen kam diese jedoch zu spät. Der 18-Jährige hatte die Taten während einer laufenden Bewährung begangen, muss nun für zwei Jahre und sechs Monate in Jugendhaft. Die Richterin: „Sechs Straftaten bei einem Bewährungsversager, da kommt eine erneute Bewährungsstrafe nicht in Frage.“

Für den älteren Angeklagten (19) kam die Einsicht gerade noch rechtzeitig. Nie zuvor hatte er vor Gericht gestanden. Die Richterin betonte mit Blick darauf: „Sie sind von 0 auf 100 durchgestartet.“ Er erhielt zwei Jahre Jugendhaft auf Bewährung, muss 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und an einem Anti-Aggressivitätskurs teilnehmen.

js

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