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Peiner Professor referierte bei Ärztekongress

Medizin Peiner Professor referierte bei Ärztekongress

Berlin. Menschen, die im Krankenhaus mit Antibiotika behandelt werden, haben ein hohes Risiko, an einer so genannten Clostridium-Difficile-Infektion (CDI) zu erkranken. Mit diesem Thema beschäftigte sich der 9. Nationale Qualitätskongress Gesundheit in Berlin. Dabei sprach auch Professor Christian Eckmann vom Klinikum Peine.

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Zahlreiche Ärzte nahmen am 9. Nationalen Qualitätskongress Gesundheit in Berlin teil.

Die CDI-Erkrankungsfälle würden zunehmen. Inzwischen gehen Hochrechnungen für Deutschland von 100 000 Fällen aus. Die Folge der Infektion: Starke Durchfälle bis hin zu schmerzhaften Darmentzündungen, die teilweise sogar tödlich enden. Die Ärzte beim Qualitätskongress sehen enormen Verbesserungsbedarf, um den weiteren Anstieg der Erkrankungsfälle zu verhindern. Durch die Einnahme von Antibiotika könne es im Darm zu einem Ungleichgewicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien kommen. Antibiotika würden häufig nicht nur die Keime zerstören, gegen die sie sich richten sollen, sondern auch Bakterien, die eine gesunde Darmflora benötige. In dieser Situation könne sich CDI ausbreiten und Gifte produzieren, die eine starke Durchfall-Erkrankung auslösen. Wenn die Produktion dieser Gifte schließlich zu starkem Durchfall führt, spricht man von einer Clostridium difficile-Infektion. Oft komme es dabei zu einer Darmwand-Entzündung mit Bauchkrämpfen und Fieber. Professor Christian Eckmann von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im Klinikum Peine plädierte daher für die Gabe von Medikamenten, die CDI-Rückfälle besser verhindern. Er sagte: „Ein neueres, gezielt wirksames Antibiotikum konnte in Studien im Vergleich zum Standard-Medikament Rückfälle deutlich besser verhindern.“

Als Grund dafür vermuten die Experten, die gezielte Wirkung gegen Clostridium difficile, die die Darmflora schone. Neuere Studiendaten zeigen laut Professor Eckmann außerdem, „dass mit dem neueren Medikament die Gesamtkosten gesenkt werden können“. Das Fazit lautete beim Kongress: Die Mediziner sehen enormen Verbesserungsbedarf beim Umgang mit CDI, um einen weiteren Anstieg der Erkrankungsfälle aufzuhalten.

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