Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° Nebel

Navigation:
Peiner Polizist (40) mit Messer attackiert: Täter in Untersuchungshaft

Peine Peiner Polizist (40) mit Messer attackiert: Täter in Untersuchungshaft

Peine. Haftbefehl wegen versuchter Tötung eines Peiner Polizisten: Jetzt sitzt ein 23-Jähriger aus Peine in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, am Neujahrsmorgen mehrfach mit einem Messer auf einen 40-jährigen Beamten eingestochen zu haben. Der Polizist trug glücklicherweise keine Verletzungen davon. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim beantragte einen Haftbefehl, der am Donnerstag vom Amtsgericht Peine erlassen wurde.

Voriger Artikel
Tagung zu Prävention: 100 Gäste im Forum
Nächster Artikel
Kulturring: Neuzugang und neue Aufgaben

Hier soll sich die Messerattacke abgespielt haben. Der 23-Jährige hatte auf der Fröbelstraße in Telgte zuvor Autos beschädigt.

Quelle: im

Der Beschuldigte soll am Neujahrsmorgen in Telgte an der Fröbelstraße mehrere Autos beschädigt haben. Als zwei Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, sei der 23-Jährige sofort auf den Streifenwagen zugestürmt und schrie: „Ich mach euch tot!“.

„Dann hat er die Frontscheibe des Streifenwagens mit dem Messer zerschlagen“, sagte Polizei-Sprecher Stefan Rinke. Der Fahrer, ein 40-jähriger Peiner Polizist, war im Begriff auszusteigen, verriegelte dann aber die Türen. Unglücklicherweise kam er dabei gegen den Knopf der elektrischen Fensterheber, und die Scheibe senkte sich. Dies habe der Mann ausgenutzt, um das Messer ins Fahrzeuginnere zu stoßen. Er habe dann mit dem Messer etwa sieben bis zehn Mal in Richtung des Kopfes und Halses des Polizisten gehackt.

„Der Peiner Polizist wich reflexartig aus, was ihn vor schweren, eventuell sogar tödlichen Verletzungen bewahrte“, sagte Rinke. Das Fenster hingegen konnte nicht geschlossen werden, da die Elektronik einen „Klemmschutz“ hat und sich die Scheibe automatisch wieder öffnete.

Schließlich gelang es den Beamten rund 30 Meter vorzufahren und den Beschuldigten „abzuschütteln“. Der Mann habe sich weiter äußerst aggressiv verhalten und die eingesetzten Beamten massiv beleidigt. Er konnte später nur schwer mit dem Einsatz von Pfefferspray von vier Beamten überwältigt werden. Dabei wehrte sich der 23-Jährige massiv gegen die Polizisten.

Doch es gelang, dem Mann Hand- und Fußfesseln anzulegen und ihn in Polizeigewahrsam zu bringen. Er habe die Beamten dann weiter beleidigt und sie mit dem Tod bedroht. Eine spätere Blutprobe zeigte eine deutliche Alkoholbeeinflussung. Weiterhin wurden Betäubungsmittelspuren im Blut nachgewiesen.

Der zuständige Oberstaatsanwalt Bernd Seemann aus Hildesheim betonte: „Dies ist ein Fall nicht hinnehmbarer Brutalität gegen Polizisten! Die Staatsanwaltschaft wird auch künftig in Fällen roher Gewalt gegen Polizisten im Dienst die Anordnung der Untersuchungshaft prüfen.“

pif

Polizei bezeichnet Täter als „tickende Zeitbombe“

Die Polizisten, die der 23-Jährige in der Neujahrsnacht angegriffen hat (siehe Text oben), bezeichneten den Peiner als „tickende Zeitbombe“. Erst im Sommer 2012 war er aus einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe entlassen worden. Schon Ende Dezember hatte der Mann versucht, eine Polizistin zu verletzen.

Peine. Offenbar hatte der Täter schon am 27.Dezember 2012 an der Celler Straße in Peine randaliert. „Er sollte seinerzeit von einer Streife beruhigt werden“, sagte Polizei-Sprecher Stefan Rinke. Dabei habe er unvermittelt in Richtung des Kopfes einer Polizeibeamtin geschlagen. „Es gelang der Polizistin nur dank ihres schnellen Reaktionsvermögens auszuweichen“, erklärte Rinke. Die Polizistin blieb unverletzt.

Der Mann musste zu Boden gebracht werden. Um ihn zur Wache zu bringen, mussten zwei weitere Streifenwagen eingesetzt werden. Auch hier habe er die eingesetzten Beamten massiv beleidigt.

Ein dritter Vorfall soll sich in Braunschweig ereignet haben, als der 23-jährige am 20.Januar zu einer Körperverletzung befragt werden sollte. In diesem Fall war er offenbar das Opfer. Trotzdem sei er sofort auf die Beamten losgegangen und habe heftigen Widerstand geleistet, so dass er in Gewahrsam eingeliefert werden musste. Auch hier spielte wieder Alkohol eine Rolle.

Rinke sagte: „Die am Neujahrstag eingesetzten Beamten bezeichneten den 23-jährigen Peiner als ,tickende Zeitbombe‘.“ Es schien nur eine Frage der Zeit, bis „etwas Schlimmeres“ passiert, so die Beamten.

pif

Kommentar

Von Thorsten Pifan

Täglich riskieren die Beamten der Polizei – nicht nur in Peine – ihre Gesundheit für die Sicherheit der Bürger. Wie am Neujahrsmorgen in Telgte geraten sie dabei manchmal sogar in Lebensgefahr.

Zum Glück blieb die Messerattacke des 23-Jährigen an der Fröbelstraße in Telgte ohne Verletzungen für die Polizisten am Ort des Geschehens.

Wir als Bürger sollten heute die Arbeit der vielen Polizeibeamten einfach einmal würdigen und uns bedanken: Danke, Polizei!

t.pifan@paz-online.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung