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Peiner Pfarrer erlebte die Wahl von Papst Franziskus auf dem Petersplatz

Rom Peiner Pfarrer erlebte die Wahl von Papst Franziskus auf dem Petersplatz

Peine/Rom. Überwältigende Stunden und Tage hat der katholische Pfarrer Thomas Blumenberg auf dem Petersplatz in Rom erlebt. Während die 115 katholischen Kardinäle im Konklave in der Sixtinischen Kapelle den neuen Papst Franziskus wählten, war er quasi live dabei - mit tausenden Katholiken.

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Tausende Menschen warteten während der Papstwahl auf dem Petersplatz – einer von ihnen war der Peiner Pfarrer Thomas Blumenberg.

„Das zeigt, was es heißt, katholisch zu sein und was es bedeutet, Teil einer Weltkirche zu sein“, sagt Blumenberg. Zwei Tage harrte er mit vielen Gläubigen im Regen aus. Der Peiner Geistliche verbringt - zufällig - zurzeit seinen Urlaub, allerdings nicht ganz zufällig in Rom: „Ich fahre jedes Jahr nach Rom, das ist fast meine zweite Heimat“, sagt Blumenberg, der mit dem Zelt unterwegs ist und auf einem römischen Zeltplatz ein Domizil gefunden hat: „Ich bin hier der einzige mit Zelt, alle anderen sind mit Wohnwagen oder Wohnmobil angereist.“

Die Tage während des Konklaves hat er viele Menschen auf dem Petersplatz getroffen: „Es zeigt sich, dass die katholische Kirche eine junge Kirche ist, nur in der westlichen Welt haben wir Probleme, Nachwuchs an Priestern zu bekommen, weltweit sieht das anders aus.“

Die Menschen hätten in Gruppen zusammengestanden, gesungen und gebetet. „Viele haben auch stille Gebete gesprochen, während die Kardinäle den Papst gewählt haben“, sagt Blumenberg.

Der Pfarrer beschreibt tief schwarzen Rauch, der keinen Zweifel ließ, dass es in den ersten vier Wahlgängen keine Entscheidung gegeben hatte. Erst als weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg, wusste die Menge am Mittwoch kurz nach 19Uhr: „Habemus Papam“: „Wir haben einen Papst!“

Obwohl schon viele 1000Menschen auf dem Petersplatz gewesen seien, wären innerhalb einer Stunde immer mehr Menschen herbeigeströmt, so dass die Menge am Ende dicht gedrängt stand, während zunächst die Glocken läuteten und dann die Kapelle der Schweizer aufmarschierte, um zu spielen.

„Wir wussten zunächst nicht, wer gewählt worden war“, sagt Blumenberg. Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran sei nur schwer zu verstehen gewesen. Erst allmählich habe es sich herumgesprochen. „Nur der Name des neuen Papstes war deutlich zu vernehmen: Francesco, also auf deutsch: Franziskus.“

pif

Meinungen zum neuen Papst

Mit großem Interesse hat Peines Superintendent Volker Menke den Papstnamen Franziskus vernommen. „Es handelt sich um einen der populärsten Heiligen der katholischen Kirche“, sagt Menke und betont, dass Franziskus auch für die Protestanten wichtig sei, habe er doch die Geschwisterlichkeit aller Geschöpfe herausgestellt. Dass Papst Franziskus bereits 76Jahre zählt, muss laut Menke nicht negativ sein: Er verweist auf JohannesXXIII., der wie Franziskus im Alter von 76Jahren Papst wurde und das Zweite Vatikanische Konzil initiierte.

Der katholische Pfarrer Thomas Blumenberg, der zurzeit in Rom weilt (siehe Text rechts), setzt große Hoffnungen auf den neuen Papst. „Allein schon mit der Wahl seines Namens hat er Akzente gesetzt. Franziskus hat das Evangelium streng ausgelegt und sich der Armut zugewandt“, sagt Blumenberg. Er hofft, dass Franziskus rigoros aufräumt mit den typisch italienischen Verstrickungen der römischen Kirche in weltliche Dinge. „In den meisten Ländern ist die Kirche bettelarm“, sagt Blumenberg und ergänzt: „Auch die deutsche Kirche muss sich fragen, wo haben wir den Weg verlassen.“

pif

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