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Peiner Landwirte nehmen an landesweiter Demo teil

Stromtrasse Peiner Landwirte nehmen an landesweiter Demo teil

Große Demo in Peine: Weil die Südlink-Trasse mit großer Wahrscheinlichkeit durch zahlreiche Felder hiesiger Landwirte führen soll, wollen Peiner Bauern am Montagabend den Korridor der Stromtrasse mit Lichtern ihrer Schlepper erhellen.

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Quelle: dpa

Peine. „Verhindern wollen wir den Südlink nicht“, stellt der Kreislandwirt Wilfried Henties klar. Mit der Aktion wollen die Landwirte ihren Forderungen nach einer bodenschonenden Bauplanung und -ausführung, faireren Entschädigungsregelungen und einem angemessenen Ausgleich für den dauerhaften Eingriff in ihr Eigentum Nachdruck verleihen. „Ganz einfach gesagt: Tennet macht mit der Nutzung unserer Grundstücke Geld. Da wäre es doch unfair, wenn wir nichts davon abbekämen“, erklärt der Kreislandwirt.
Ebenfalls kritisch sieht Henties die neue Technik der 320-Kilovolt-Gleichstromleitungen an. „Es ist noch nicht ausreichend getestet, welche Auswirkungen die Kabel im Boden haben“, sagt er. Die Landwirte befürchten, dass vor allem dem Kartoffelanbau geschadet werden könnte.
In einer Pressemitteilung zur landesweiten Südlink-Demo heißt es, dass ein Professor aus Freiburg herausgefunden habe, dass dicht über 110-Kilovolt-Leitungen der Boden deutlich erwärmt werde. Es heißt, dass bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad der Boden um etwa sechs bis acht Grad Celsius erwärmt werde. Dadurch sei der Kartoffelanbau massiv bedroht.
Weiter heißt es, dass Vermarkter die Kartoffelernten nicht mehr abnehmen würden, wenn die Bodentemperatur mehr als 25 Grad betrage. Schließlich würden bei dieser Ernte die Kartoffeln innerhalb weniger Stunden verfaulen. Erschwerend komme hinzu, dass Landwirte bei solchen Bodentemperaturen erhebliche Probleme mit bakteriellen und Pilzerkrankungen in ihren Kartoffelbeständen bekommen würden. „Wir erwarten Aufklärung und wir benötigen Verträge“, fordert Henties.
Der erste Schritt der Demo ist am Montag ein Treffen ab 20 Uhr auf dem Schwicheldter Rittergut. Der Kreislandwirt erwartet bis zu 80 Kollegen, die sich anschließend mit ihren Schleppern in 300 bis 400 Metern Abstand auf den geplanten Trassenkorridor stellen. „Dann werden wir eine Drohne aufsteigen lassen und das Ganze in einem Film festhalten“, kündigt Henties an.

mgb

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