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Peiner Kinder heulen mit dem Wolf

St.-Elisabeth-Kindergarten Peiner Kinder heulen mit dem Wolf

„Huuuu, huuuu“, heulen die Kinder und krabbeln über den Boden. Schnell hat sich die Gruppe aus dem St.-Elisabeth-Kindergarten in ein Rudel heulender Wölfe verwandelt. Gestern Morgen haben sie ganz viel über den „Isegrim“ erfahren – auch, warum sie vor Wölfen keine Angst haben müssen.

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Die Kinder des St.-Elisabeth-Kindergarten lernen alles über den Wolf.

Quelle: pif

Peine. „Ich habe keine Angst vor Wölfen“, sagt der fünfjährige Colin, und er weiß auch warum. „Wölfe haben viel mehr Angst vor mir und anderen Menschen. Wölfe laufen weg“, sagt der Steppke. Zwei Mädchen aus dem Kindergarten St. Elisabeth heben auf die Frage, wer Angst vor Wölfen hat, jedoch zaghaft die Hände.

„Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass ihr hier in der Gegend auf Wölfe trefft“, sagt Hinnerck Bischoff, stellvertretender Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes. Im Peiner Land gebe es vergleichsweise wenig Wald, da würden sich die Wölfe nicht wohl fühlen. Nach mehr als 100 Jahren sind die Wildtiere in Deutschland aber wieder heimisch geworden. Ein paar Tiere sind auf einem Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide gesichtet worden, erzählt Bischoff – mehr sei allerdings nicht bekannt, denn Wölfe seien in der Tat sehr menschenscheu.

Bischoff überreichte gestern mit einigen Mitstreitern vom Nabu eine Informationsmappe mit Poster, DVD und Bildergeschichten über Wölfe an den Kindergarten. Erzieherin Claudia Zemke war sofort von den Kleinen umlagert und schaute sich die Bilder an:

„Die kleinen Wölfe sind richtig putzig.“ Aber ausgewachsen seien Wölfe richtige Raubtiere. Das wissen die meisten Kinder – und sie haben auch schon Wölfe gesehen, im Zoo Hannover.

20 Mappen stellen die Mitglieder des Nabu Peiner Kindergärten zur Verfügung. „Leider können wir nicht alle Einrichtungen im Landkreis beliefern“, bedauert Bischoff. Allerdings können die Mappen beim Nabu nachbestellt werden – kostenlos. Das Informationsmaterial ist für Kinder im Kindergarten-Alter zusammengestellt. Leicht verständlich können sich die Kleinen auf die Spuren der Wölfe begeben und spielerisch lernen, warum der Wolf wieder in Deutschland heimisch geworden ist.

pif

Stichwort

Wölfe

Der letzte freilebende Wolf ist 1904 in der Lausitz erschossen worden. Danach gab es Wölfe in freier Wildbahn fast gar nicht mehr. Erst seit den 1990er-Jahren sind wieder Wölfe in Deutschland gesichtet worden, die aus Polen eingewandert sind. Mittlerweile gibt es in den Neuen Bundesländern wieder einige Wolfs-Rudel. In Niedersachsen sind bis jetzt nur einzelne Tiere gesehen worden. „Sie leben in der Lüneburger Heide“, sagt Hinnerck Bischoff, stellvertretender Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes.

Wölfe leben meist in Rudeln, manchmal sind allerdings auch Einzelgänger anzutreffen. Für die Jagd sammeln sie sich jedoch im Rudel. Ihre Beute sind Hasen, Kaninchen oder Wühlmäuse. Auch an Hirsche trauen sie sich heran. In der Nähe von Menschen erbeuten Wölfe genauso Schafe, junge Rinder, Haushunde oder Katzen. Auf die Spur der Beute kommen sie meist durch das Aufspüren mit der Nase. Sie versuchen dann, sich den Tieren möglichst geräuschlos bis auf eine geringe Distanz zu nähern.

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