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Peiner Frauen „rockten“ für gleiche Bezahlung

Peine Peiner Frauen „rockten“ für gleiche Bezahlung

Peine. Männer hatten am 31. Dezember 2015 schon so viel verdient wie Frauen erst am 19. März 2016 - das fanden auch die Kollegen der Hannoverschen Stadtbahn Üstra so ungerecht, dass sie jetzt beim „Equal-Pay-Day“ (zu deutsch: „Gleiche-Bezahlungs-Tag“) mit der Linie 10 solidarisch durch Hannover „rockten“.

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In Hannover für gleiche Bezahlung aktiv: Peiner Gewerkschaftsfrauen und Üstra-Mitarbeiter.

Quelle: oh

Mit dabei waren auch die Verdi-Frauen aus Peine.

„Die Bahn fuhr zwischen Aegidientorplatz und Goetheplatz“, schildert Nanni Rietz-Heering, Vorsitzende des Verdi-Ortsvereins Peine. Mit dem Slogan „Der schönste Grund, warum Männer Röcke tragen, sind Frauen“ und „Üstra rockt für Frauen“ war die geschmückte Straßenbahn zum Thema Entgeltgleichheit unterwegs - „und der Schaffner trug einen Schottenrock“, erzählt Rietz-Heering schmunzelnd.

Sie und der DGB-Kreisfrauenausschuss Peine verteilte mit den Frauen aus den anderen Organisationen Informationsmaterial am Bahnsteig, um auf die ungerechte Entgeltlücke aufmerksam zu machen. Aufgerufen hatten der DGB, SoVD, Verdi und viele weitere Verbände und Beauftragte. In Deutschland ist Ministerin Manuela Schwesig die Schirmherrin für den Protesttag. „Wir gehen für ein Gesetz auf die Straße, das hoffentlich bald verabschiedet werden kann“, sagt Rietz-Heering, denn es liegt im Bundestag bereits zur Diskussion vor: „Wir Frauen wollen gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit. Der Unterschied beträgt aber noch immer fast 22 Prozent. Wir wollen endlich das Entgeltgerechtigkeits-Gesetz, so wie es etwa der kanadische Bundesstaat Ontario bereits seit mehr als 20 Jahren hat.“

Betroffen seien alle Beschäftigten in den sogenannten „Frauenberufen“ in der Pflege, im Erziehungsdienst oder der Raumpflege. „Wir Gewerkschafterinnen kämpfen schon lange für eine Aufwertung“, erinnert Rietz-Heering an den Streik der Pädagogischen Fachkräfte im Erziehungsdienst.

Die besser bezahlten „Mintberufe“ - also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik - bleiben für Frauen bei der Berufswahl leider weiterhin meist unattraktiv und werden überwiegend von Männern gewählt, sagt sie. „Um tradierte Rollenbilder aufzubrechen, legen wir Frauen auf die neuen Berufe mit Zukunft, wie etwa Datenanalytikerin, unsere Hoffnung.“

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