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Peiner Familie sagte zu Urlauben mit Terror-Trio aus

NSU-Prozess Peiner Familie sagte zu Urlauben mit Terror-Trio aus

München/Peine. Eine Peiner Familie machte Urlaub mit den mutmaßlichen Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrundes - ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wirklichkeit zu tun hatten: Gestern hat das Oberlandesgericht München die Peiner sowie weitere Urlaubsbekannte von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe als Zeugen geladen.

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Oberlandesgericht München: Hier findet das NSU-Verfahren statt.

Sie lernten sich auf dem Campingplatz auf Fehmarn kennen, kamen ins Gespräch und schlossen sogar Freundschaft. Die Peiner Familie verbrachte mehrere Urlaube mit den angeblichen Gerry, Max und Liese, den „netten drei jungen Leuten aus dem Osten“, auf der Ostsee-Insel. Dass es sich bei den dreien um die Neonazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe aus Zwickau handelte, sollten sie erst später erfahren. Das Trio, dem zehn Morde zur Last gelegt werden, war mehrmals zu Besuch in Peine.

Andreas (Name von der Redaktion geändert) ist mit Max alias Uwe Mundlos im August 2011 auf der Ostsee Katamaran gefahren. „Er war ein sehr offener Typ, sportlich und muskulös“, gab der Peiner zu Protokoll. Seine Familie habe eine gewisse Zeit lang ein freundschaftliches Verhältnis zu den drei Zwickauern gepflegt.

Nichts, aber auch gar nichts habe aus seiner Sicht darauf hingedeutet, dass die drei rechtes Gedankengut in sich tragen. Weder durch Gespräche noch andere Verhaltensweisen seien diese aufgefallen. Auch die anderen Fehmarn-Urlauber sahen die drei als „Normalbürger“. Niemandem seien die drei als sonderbar oder extrem aufgefallen. Zuletzt hatte Andreas Mitte Oktober 2011 Kontakt zu Mundlos, per E-Mail.

Gerry, Max und Liese waren auch einige Male in Peine zu Besuch und gingen mit ihren Bekannten dann unter anderem zum Essen aus. Sogar der Geburtstag von Andreas’ Tochter sei gemeinsam in der Fuhsestadt gefeiert worden - mit anschließender Übernachtung. Zu den Urlauben auf Fehmarn seien Gerry, Max und Liese jedes Jahr mit einem anderen Wohnmobil gekommen, erinnert sich Andreas. Sie hätten stets teures Camping-Zubehör dabeigehabt, und es nach Urlaubsende gelegentlich einfach zurückgelassen. Die beiden Männer leisteten sich teure Mountainbikes, Gerry habe sich einmal ein Schlauchboot mit Außenbordmotor gekauft - und die Rechnung gleich bar beglichen.

tk/mic

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