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Peiner Bürger säuberten Stolpersteine

Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus Peiner Bürger säuberten Stolpersteine

Louis Fels, Frieda Wilder, Werner Kratz, Israel Perel - und noch viele weitere Namen von ehemaligen Peiner Bürgern wären längst in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht in sogenannte Stolpersteine graviert worden wären. Diese wurden in Peine und einigen Ortschaften des Landkreises verlegt und erinnern an überwiegend jüdische Mitbürger, aber auch politische und Euthanasieopfer.

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Putzten die Stolpersteine (v.l.): Hildegard Hauerken, Peter Valentin-Weigand, Peter Baumeister, Michaela Sohn und Stefanie Weigand.

Peine. Anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas am 8. Mai 1945 trafen sich am Wochenende einige Peiner Bürger, um die in Peines Innenstadt verlegten Stolpersteine zu säubern. Eingeladen hatte dazu Peter Baumeister, Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) in Peine. „Die Stolpersteine wurden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig dort gesetzt, wo die Personen ihren letzten frei gewählten Lebensmittelpunkt hatten“, erläutert Baumeister zu Beginn der Aktion. Und Stefanie Weigand, die mit ihrem Mann, Peter Valentin-Weigand, ebenso an der Aktion teilnimmt wie Hildegard Hauerken und Michaela Sohn, ergänzt: „Es geht sicher nicht vorrangig darum, die Steine zu säubern, sondern die Namen und das Schicksal derjenigen, die unter grausamen Umständen deportiert wurden, noch mal ins Bewusstsein zu rufen.“

Mittlerweile erinnern 55 Stolpersteine in Peine, Wense und Lengede an die Opfer des Nationalsozialismus, viele Nachkommen sind interessiert daran, für Verwandte einen Stein zu setzen, weiß Peter Baumeister zu berichten. Dennoch sei das Projekt in einigen Städten und auch bei einigen jüdischen Gemeinden umstritten, „da die Namen mit Füßen getreten werden“, sagt er. Allerdings seien auch nicht alle Hausbesitzer mit dem Anbringen von Gedenktafeln einverstanden. Und Hildegard Hauerken kann noch ergänzen, dass einige Leute schon Angst hätten, bei der Aktion der Reinigung der Steine teilzunehmen.

Im Anschluss wurde an jede Gedenkstätte eine Rose gelegt, um noch einmal das Augenmerk nach unten zu lenken und an die Verstorbenen und ihr Schicksal zu erinnern.

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