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Peiner Bündnis für Toleranz setzt Zeichen gegen rechte Aktion von „Pro Deutschland“

Peine Peiner Bündnis für Toleranz setzt Zeichen gegen rechte Aktion von „Pro Deutschland“

Widerstand formiert sich: Nachdem die als rechtsextrem eingestufte „Bürgerbewegung pro Deutschland“ am morgigen 9. November eine Mahnwache in der Südstadt abhalten will, organisieren die evangelische Kirche und das Peiner Bündnis für Toleranz eine Gegenaktion.

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Organisatoren der Gedenkveranstaltung am morgigen 9. November (v.l.): Volker Menke, Frank Raabe-Lindemann, Peter Baumeister, Doris Meyermann und Heiko Sachtleben.

Quelle: pif

„Pro Deutschland“ will wegen der beiden Vergewaltigungen in der Südstadt eine Mahnwache abhalten - und zwar in der Nähe eines der Tatorte, die Martin-Luther-Kirche an der Braunschweiger Straße. Als Täter wird ein Mann „südländischen Typs“ von der Polizei gesucht.

Zeitgleich sind in der Kirche mehrere Andachten geplant, denn am 9. November jährt sich zum 75. Mal die Reichspogromnacht, in der die Verfolgung der Juden in Nazi-Deutschland einen ersten Höhepunkt erreichte. „Da liegt der Verdacht nahe, dass eine als rechtsextrem eingestufte Vereinigung nicht unbedingt die Opfer der jüngsten Straftaten im Sinn hat, wenn sie an diesem Tag solch eine Veranstaltung organisiert“, sagt Superintendent Dr. Volker Menke.

Auch der Grünen-Kreistagsabgeordnete Heiko Sachtleben hält die Mahnwache für eine gezielte Provokation - er ist nicht der einzige: Deshalb engagiert sich das Bündnis für Toleranz. Heute sollen alle Mitglieder mobilisiert werden zu denen rund 40 Peiner Organisationen, Vereine und Verbände gehören.

Im Aufruf von „Bunt statt braun - Peine passt auf!“ heißt es: „Pro Deutschland wird der extremen Rechten zugeordnet, Mitglieder und Führungskader kommen aus der NPD, der DVU und von den Republikanern.“ „Pro Deutschland“ nutze eine islamfeindliche Propaganda, der die Vorstellungen einer toleranten und bunten Stadt Peine entgegen gestellt werden sollen.

Während sich „Pro Deutschland“ am Samstag gegen 13 Uhr auf der Braunschweiger Straße Richtung in Richtung Herner Platz treffen will, plant das Bündnis für Toleranz gemeinsam mit der Kirche eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht 9. November auf dem Gelände der Martin-Luther-Kirche.

Für die Mahnwache von „Pro Deutschland“ hat die Stadt Auflagen erteilt: So dürfen keine Transparente oder Fackeln genutzt werden - das gilt auch für Lautsprecher.

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