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Peiner Bohrmeister retteten Bergleute

Peine/Shandong Peiner Bohrmeister retteten Bergleute

Der erschütternde Anruf kam an Weihnachten: 29 Bergleute sind in China in einer Gipsmine verschüttet worden. Doch um Überlebende zu retten, wird professionelle Hilfe benötigt - aus Peine. Denn nur die Firma Prakla hat das nötige Equipment für einen solchen Einsatz.

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Grubenunglück: Nach 36 Tagen konnten dank Peiner Hilfe vier Bergleute in China gerettet werden.

Quelle: oh

Peine/Shandong. Drei Peiner Bohrmeister flogen nach China - und wurden dort zu Helden.

„Vier Bergleute hatten aus etwa 215 Metern Tiefe Lebenszeichen von sich gegeben“, schildert Ulrich Pelleter, Geschäftsleiter der in Stederdorf ansässigen Bohrtechnik-Firma Prakla. „Um zu ihrer Kammer vordringen zu können, musste ein Rettungsloch gebohrt werden. Ein Einsatz, der nur mit unserem Bohrverfahren möglich ist.“

Sechs eigens für solche Einsätze entwickelte Bohrer standen schon in China bereit. Sie wurden zum Unglücksort transportiert, die Bohrmeister Peter Eicher und Rudolf Wolf aus Peine trafen am 27. Dezember - zwei Tage nach dem Unglück - in der chinesischen Provinz Shandong ein, der Kollege Luka Seslak flog später zur weiteren Unterstützung hinterher.

„Einen Versorgungsschacht hatten bereits Kollegen vor Ort abgeteuft, um die Bergleute mit Nahrung, Kleidung, Wasser und Frischluft zu versorgen“, schildert Pelleter. „Das ist eine kleine Bohrung, die zu wenig Erschütterungen führt.“ Für den Rettungsschacht allerdings kam für die Chinesen nur das patentierte, großkalibrige Bohrverfahren aus Peine in Betracht.

„In China erwartete unsere Bohrmeister eine schwierige Geologie“, erklärt Prakla-Geschäftsführer Ralf Heddenhausen. Das sogenannte Abteufen sei durch ständig wechselnde Bodenarten erschwert worden. „Unsere Bohrmeister kamen nur langsam voran, zwischendurch kam es immer wieder zu Einstürzen“, erzählt Heddenhausen.

„Unsere Männer arbeiteten rund um die Uhr, die körperliche und psychische Belastung war enorm“, so der Peiner. Zeitweise waren mehr als 700 Retter im Einsatz, doch der entscheidende Rettungsschacht konnte nur mithilfe der Peiner Experten gebohrt werden - der Druck war groß. Insgesamt 24 Bergleute waren bei dem Einsturz der Gipsmine verschüttet worden. Elf von ihnen konnten sofort gerettet werden, vier Männer schafften es 36 Tage nach dem Unglück über den Rettungsschacht über Tage. 13 Menschen werden weiter vermisst, sie gelten als verschüttet.

ju

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