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Peiner Bietergruppe will Brauerei als Genossenschaft führen

Peine Peiner Bietergruppe will Brauerei als Genossenschaft führen

Peine. Eine fünfköpfige Bietergruppe aus Peine hat einen Rettungsplan für Härke geschmiedet: Dieser sieht vor, die insolvente Privatbrauerei als Genossenschaft fortzuführen. Das benötigte Kapital soll zum Teil bei Privatanlegern, das Gros aber bei Banken eingesammelt werden. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Die Frist für Kaufpreisangebote endet am 10. Januar. So sieht es das Papier von Insolvenzverwalterin Karina Schwarz vor.

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Im Herzen der Stadt: Die insolvente Privatbrauerei Härke.

Quelle: A

Die Bietergruppe will die Härke-Rettung mit ihrem Modell quasi zur Peiner Bürgerangelegenheit machen: Ein Anteilsschein der Genossenschaft soll 100 Euro kosten - und damit für jedermann erschwinglich sein, erklärt der Unternehmer Tim Faustmann, der zusammen mit den Peinern Lutz Lächelt, Michael Ebeling, Andreas Schnelle und Hans-Werner Behrens die Bietergruppe bildet.

Je mehr Anteilsscheine verkauft würden, desto wahrscheinlicher sei es, dass die Bietergruppe am Ende auch den Zuschlag erhalte und in Peiner Hand bleibe, erklärt Faustmann. Denn: „Für jeden Euro, den wir einsammeln, bekommen wir zwei bis drei Euro von einer Bank dazu.“ Und dementsprechend hoch könne letztlich auch das Angebot der Bietergruppe ausfallen. Drei Banken hätten der Bietergruppe bereits positive Signale gegeben.

Wie viel Geld mindestens eingesammelt werden müsste, damit der Rettungsplan aufgeht, ist noch unklar. Branchen-Insider schätzen den Wert der Brauerei bei unter 1,5 Millionen Euro ein. Problematisch sehen Experten die Tatsache, dass sich die Brauerei in einem denkmalgeschützten Gebäude befindet, keine eigene Abfüllanlage mehr besitzt und die Kühlanlage derzeit nicht funktionstüchtig sei. Für einen Neustart seien daher auch Investitionen in Technik unerlässlich. Im Papier der Insolvenzverwaltung sind dafür rund eine Million Euro veranschlagt.

Faustmann sieht die Genossenschaft unter dem Strich als ideale Rechtsform für Härke: Denn Privatpersonen könnten sich je nach Möglichkeit mit 100 Euro oder einem Vielfachen dessen einbringen. Zudem sei die Ausgabe von Anteilen nicht limitiert. Das bedeutet, dass beliebig viele Anteilsscheine verkauft werden können.“ Er habe bereits zahlreiche verbindliche Zusagen, auch von Geschäftsleuten, die sich mit größeren Summen beteiligen wollen.

Die Bietergruppe geht davon aus, bis zum 10. Januar ein „faires Kaufangebot für Härke“ vorlegen zu können. Ziele seien im Wesentlichen der Erhalt des Standorts, der Marke sowie möglichst vieler Arbeitsplätze. Notwendig sei es, sich auf das Kerngeschäft, also das Härke Pils plus maximal eine weitere Sorte zu konzentrieren. Faustmann: „Wir wollen Härke retten, weil es zu Peine gehört - und damit auch verhindern, dass möglicherweise eine Großbrauerei den Zuschlag erhält und Härke zwecks Marktbereinigung einfach plattmacht“, findet er deutliche Worte.

mic

Härke-Retter gesucht

Für die Gründung der geplanten Brauereigenossenschaft suchen die Initiatoren noch Privatleute, die sich mit mindestens 100 Euro an ihr beteiligen wollen. Wer einen Anteilsschein erwirbt, wird Mitglied der Genossenschaft und erhält Stimmrecht. Verbindliche Absichtserklärungen nimmt Hans-Werner Behrens entgegen. Kontakt: Per E-Mail H.W.Behrens@gmx.de oder per Brief. Adresse: Gästefarm Afrika, Im Orte 17, 31228 Peine-Röhrse. Tim Faustmann weist darauf hin, dass das eingesammelte Geld zurückgezahlt werde, sofern seine Bietergruppe den Zuschlag nicht erhält. Möglich sei aber ein geringer Abschlag für Notarkosten.

mic

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