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Peiner Arbeitsagentur hilft in akutem Notfall

Kreis Peine Peiner Arbeitsagentur hilft in akutem Notfall

Und plötzlich ist der Boden unter den Füßen weg: Stück für Stück hat sich eine 24-Jährige hoch gearbeitet. Während ihrer Zeit in der Jugendwerkstatt der Caritas machte sie ein Praktikum in der Altenpflege und schloss eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin an. Nun hat sie endlich eine Stelle für eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin. Doch damit begannen die Probleme.

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Klaus Soika.

Kreis Peine . „Ich bekam einen Bildungsgutschein vom Landkreis Peine“, erzählt die 24-Jährige, die inzwischen auch Mutter geworden ist und nicht nur sich, sondern auch ihre zweijährige Tochter durchbringen muss. Mit diesem Gutschein hat sie ihre Ausbildungsstelle bekommen, allerdings wird die Ausbildung erst im dritten Lehrjahr vergütet. „Ich muss also zusätzlich Berufsausbildungs-Beihilfe beim Arbeitsamt beantragen“, sagt die junge Mutter.

Einen Anspruch auf Sozialhilfe hat sie laut Landkreis-Sprecherin Katja Schröder zunächst nicht. Ob sie ergänzende Unterstützung bekommt, hängt am Ende von der Höhe der vom Arbeitsamts gewährten Beihilfe ab. Für die Unterlagen beim Arbeitsamt braucht die junge Mutter allerdings auch eine Einkommenserklärung ihrer Eltern – die leben getrennt, Kontakt zum Vater hat die 24-Jährige nicht.

„Doch ohne die Erklärung meines Vaters zahlt das Arbeitsamt auch keine Berufsausbildungs-Beihilfe“, sagt die Peinerin. Das hätte ihr die Sachbearbeiterin im Vorgespräch gesagt. Ihre Mutter ergänzt: „Wir hatten ähnliche Probleme schon bei meiner älteren Tochter. Da hat mein Ex-Mann erst nach mehr als einem Jahr die Unterlagen über sein Einkommen ausgefüllt.“

Ihre Ausbildung hat die Peinerin im August begonnen. Zunächst hat der Landkreis weiter die Grundsicherung bezahlt, bestätigt Kreis-Sprecherin Schröder. Doch im November kam kein Geld mehr. Lediglich die Zahlung für den sogenannten Mehrbedarf als Alleinerziehende bekam die 24-Jährige überwiesen. „Das sind etwas mehr als 200 Euro. Davon kann ich nicht leben“, sagt sie.

Inzwischen hat die Peinerin ihre Unterlagen beim Arbeitsamt angegeben – allerdings nicht vollständig. Denn obwohl der Vater über einen Bekannten das Formular für den Antrag bekommen haben soll, hat er sich nicht gemeldet.

Klaus Soika, Chef der Peiner Arbeitsagentur, ist von der PAZ auf die missliche Lage der jungen Frau aufmerksam gemacht worden und versprach, in seinem Hause nachzuhaken. Obwohl die Frau ihren Ansprechpartner am Schleusenteich, der Peiner Niederlassung der Bundesagentur für Arbeit hat, wird ihr Fall in Hildesheim bearbeitet.

„Ich habe dort mit den Kollegen gesprochen und ihnen noch einmal die Hintergründe des Falles erläutert“, sagt Soika. Die Hildesheimer hätten daraufhin entschieden, der jungen Mutter vorläufig einen Abschlag auf die Beihilfe zu zahlen. Sollte sich im Verlauf der Prüfung herausstellen, dass der Vater für die Ausbildung aufkommen muss, muss er den Abschlag der Agentur zurückzahlen.

pif

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