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Peine und Aschersleben feiern Partnerschaft

Peine Peine und Aschersleben feiern Partnerschaft

Peine. „Lang lebe die Freundschaft unserer Städte“: Mit diesen Worten hatte der damalige Peiner Bürgermeister Gerhard Heinze die feierliche Vertragsunterzeichnung mit der Partnerstadt Aschersleben am 20. Mai 1990 im Rathaus eingeleitet.

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In der Moschee (v.l.): Imam Mehmet Karadag, Tuncay Girgin (Landesverband Ditib), Andreas Michelmann, Michael Kessler und Mustafa Altun.

Quelle: mic

Peine. Gestern wurde das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit großem Festprogramm in Peine gefeiert. Erste Station war die Enthüllung einer Gedenktafel am Ascherslebener Kreisel, wo als Symbol der deutschen Einheit bereits im vergangenen Jahr drei Bäume gepflanzt worden waren.

Nachdem die Delegation aus Sachsen-Anhalt mit einem Reisebus eingetroffen war, richtete Peines amtierender Bürgermeister Michael Kessler (SPD) zunächst einige Grußworte an die Gäste und Zeitzeugen der 25 Jahre währenden Partnerschaft und erläuterte die Hintergründe des „wachsenden Denkmals“: Im September vergangenen Jahres, kurz vor dem 3. Oktober, dem 25. Jahrestag des Mauerfalls, hatte die Stadt Peine auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die drei Bäume als Symbol für die deutsche Einheit gepflanzt.Dabei steht eine deutsche Eiche für die deutsche Einheit. Die Kiefer für die ehemalige DDR, da insbesondere an der Ostsee im heutigen Mecklenburg-Vorpommern viele Kiefern zu finden sind. Der dritte Baum, die Buche, symbolisiert den Westen Deutschlands.

„Die Wahl des Standortes für das Naturdenkmal in Peine war schnell gefunden, denn nichts ist so passend als Standort für diese Bäume, wie der Kreisel, der den Namen unserer Partnerstadt Aschersleben trägt“, sagte Kessler.

Der Bürgermeister weiter: „Ich habe mich in der Vergangenheit gefragt, was ich meiner Enkeltochter, die heute im einst geteilten Berlin lebt, antworte wenn sie fragt: ,Du Opa, warum war Deutschland geteilt?‘ Wie erkläre ich, dass es 1980 undenkbar gewesen wäre, dass sich ein Mädchen aus Marzahn mit einem Mädchen aus Charlottenburg einfach so trifft? Wie bringe ich ihr den Irrsinn der Teilung Deutschlands und die Emotionen der Vereinigung nahe? Wie erklärt man, dass Menschen einer Nation, durch die Ideologie eines Staates so unterschiedlich geprägt sind. Ich denke, es ist schwierig für heranwachsende Generationen das zu verstehen. Selbst die jetzt 30- oder 25-Jährigen können sich kein Bild mehr von dem machen, was sich einst ,Der kalte Krieg‘ nannte.“

Im Anschluss an seine Rede enthüllte Kessler zusammen mit seinem Amtskollegen Andreas Michelmann ein neues Hinweisschild, das die Hintergründe des Baumdenkmals erklärt.

Michelmann richtete im Anschluss ebenfalls Grußworte an die Gäste aus Rat und Verwaltung und bedankte sich bei der Stadt Peine für die Unterstützung in der Anfangszeit. Der Kontakt sei in den vergangenen Jahren mal eng, mal lockerer gewesen und im Geist durch ein Friedens- und Freiheitsgefühl geprägt gewesen. Seine Ansprache stellte er so unter den Slogan „Es ist Frühling und wir sind frei“ - der Liberaldemokraten im ersten freien Wahlkampf, der später zum Motto vieler enthusiastischer DDR-Bürger wurde.

Mit dem Bus ging es dann weiter in den Unternehmenpark an der Woltorfer Straße, wo es Kaffee und Kuchen gab.

mic

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