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„Peine ist unser zweiter Heimathafen“

Burgdorfer Shantychor Graf Luckner „Peine ist unser zweiter Heimathafen“

Seeleute verstehen sich als eine internationale Familie. Man erkennt sich an der typischen Kleidung, fühlt gleich, man gehört zusammen und – man singt die gleichen Lieder. „Diese typischen Seemannslieder haben vor einem Vierteljahrhundert auch ehemalige Seeleute in Burgdorf zum Shantychor Graf Luckner zusammengeführt“, sagt Horst-Rüdiger Wiegand, Pressesprecher des Shantychores Graf Luckner, von den Anfängen des erfolgreichen Gesangvereins.

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Die Fahrensleute des Shantychores Graf Luckner Burgdorf legen am Sonnabend in Peine an.

Quelle: privat

Im Marineheim in Burgdorf treffen sich am 17. Oktober vor 25 Jahren elf ehemalige Seebären, um bei geistigen Getränken geistig die Anker zu lichten und aus Unmengen Seemannsgarn dicke Pullover zu stricken. Zu fortgeschrittener Zeit summt einer einen Shanty, und kurz darauf sind sie gesanglich ein Herz und eine Seele. Sie finden Freude daran, bilden ihre Stimmen, erarbeiten ein Repertoire und präsentieren ihre Gesangs-Kunst auf privaten Feiern oder maritimen Anlässen.

„Diese Lieder“, erklärt Wiegand, einst als „Signäler“ auf dem Signaldeck der „Pluto“ vom 5. Minensuchgeschwader Neustadt/Ostsee für die spezielle Verständigung auf Sichtweite zuständig, „diese Lieder waren schlichte Arbeitslieder, die den Takt bei Routinetätigkeiten angaben“. Dieses Liedgut sei nicht komponiert, sondern habe sich über Generationen entwickelt. Irgendwer habe solche Melodien „in irgendwelchen Hafenkneipen aufgeschnappt, weitergegeben und wieder irgendwer hat sie dann für die Nachwelt aufgeschrieben“.

Seit acht Jahren ist der Pressesprecher aus Sievershausen maritimer Sangesbruder, Stellvertreter Hermann Schmidt aus Peine singt als „grundausgebildeter Kampfschwimmer“ schon seit 1996 mit. Insgesamt 30 ehemalige Seebären aus Bundesmarine, Hochseefischerei, Handelsschifffahrt und aktive Sportsegler singen inzwischen sowohl auf internationalen Bühnen als auch bei privaten Anlässen bis zu 50 mal im Jahr: Bei Bootstaufen, Hafen-, Kur- und Weihnachtskonzerten. Auch für den guten Zweck, wie beispielsweise der Kirchenrenovierung in Woltorf, treten sie auf, denn schließlich sei man ja auch den Idealen der „christlichen Seefahrt verpflichtet“.

Der Erfolg sei in erster Linie dem musikalischen Leiter Hans- Joachim Klenner zu verdanken. Ihm gehe die gesangliche Ursprünglichkeit der Lieder über alles, seine stimmlichen Anforderungen orientierten sich deswegen streng am historischen Vorbild. Nur ausnahmsweise habe der Gesangs-Chef, der bereits auf dem Segelschulschiff der Bundesmarine, der Gorch Fock dienstlich Akkordeon gespielt habe, den Hans-Albers-Schlager von der „Reeperbahn um halb eins“ zugelassen.

Knapp ein Drittel der Blauen Jungs aus Burgdorf stammt übrigens aus Peine und Peiner Land, weswegen „Peine unser zweiter Hafen ist“. Zudem sei man den vielen hiesigen Freunden des Chores verpflichtet und gebe deswegen im Peiner Forum ein Extra-Jubiläumskonzert: Am 24. Oktober um 17 Uhr.

Ulrich Jaschek

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