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Peine braucht 1930 neue Wohnungen bis 2020

Peine - Wohnprognose Peine braucht 1930 neue Wohnungen bis 2020

Kreis Peine. Eine aktuelle Wohn-Prognose warnt vor Stillstand: In den kommenden fünf Jahren müssen im Kreis Peine rund 1930 neue Wohnungen gebaut werden. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hingewiesen.

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Ein Blick auf die Stadt Peine mit der St. Jakobi-Kirche: Laut einer Studie fehlen Wohnungen in der Fuhsestadt.

Quelle: A

Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neuen Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Allein in diesem Jahr werden demnach rund 350 zusätzliche Wohnungen im Kreis Peine gebraucht.

„Bei vielen Altbauten - gerade aus der Nachkriegszeit - lohnt sich eine Sanierung wirtschaftlich kaum noch. Damit fallen nach und nach immer mehr Wohnungen weg. Gleichzeitig kommen mehr Zuwanderer zu uns“, sagt Rohland Bartels, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nord-Ost-Niedersachsen. Außerdem gebe es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten. „All das lässt den Bedarf an neuem Wohnraum im Kreis Peine steigen“, so Bartels.

Die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen fordert, beim Neubau besonders den bezahlbaren Wohnraum im Blick zu haben. „Wir brauchen im Kreis Peine mehr Wohnungen für Normal- und Geringverdiener. Außerdem gibt es einen enormen Mangel an altersgerechten Wohnungen. Auch das Angebot bei Sozialwohnungen ist schon seit langem mehr als dürftig. Selbst wer einen Wohnberechtigungsschein hat, hat oft kaum eine Chance, auch tatsächlich eine Sozialwohnung zu bekommen“, betont Bartels. Diese Situation könne sich bei weiter steigenden Flüchtlingszahlen bald zuspitzen. Hier seien der Bund und das Land Niedersachsen gefordert, so der IG-Bau-Bezirkschef.

Für seine Prognose zum zusätzlichen Wohnraumbedarf hat das BBSR unter anderem den aktuellen Wohnungsmarkt, die Bevölkerungsentwicklung und die Alterung der Wohngebäude berücksichtigt. Für die IG Bau ist das Fazit klar: „Mit dieser Studie liegen die Fakten auf dem Tisch. Für den Neubau bezahlbarer Wohnungen im Kreis Peine müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Dafür brauchen wir auch mehr steuerliche Anreize und weniger Bürokratie rund um den Bau“, so Bartels.

 tk

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