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Peine Marketing zieht im Januar in Weißen Schwan

Innenstadt Peine Marketing zieht im Januar in Weißen Schwan

Peine. Die letzten Kabel werden gezogen, Lampen befestigt und Leitungen angeschlossen: Der Umbau von Peines ältestem Gebäude, dem „Weißen Schwan“, liegt in den letzten Zügen. Der neue Mieter, Peine Marketing, will am 26. Januar eröffnen.

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Stellten am Mittwoch das neue Konzept für den „Weißen Schwan“ vor (v.l.): Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey, Thomas Severin (Peine Marketing) und Tabio Klebe (Stadt Peine).

Quelle: Michael Lieb

Geschäftsführer Thomas Severin, Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey und Tabio Klebe vom Hochbauamt stellten gestern bei einem Ortstermin das neue Konzept für das historische Gebäude vor - darunter die Pläne für den ehemaligen Gaststättenraum, der künftig für Veranstaltungen gemietet werden kann (siehe Artikel unten).

Die gute Nachricht vorweg: Die geplante Umbaukosten von 165 000 Euro, die als Eigentümerin des Gebäudes die Stadt Peine trägt, sind sogar leicht unterschritten worden. Besonders aufwendig seien die Elektroinstallations-Arbeiten gewesen, erklärte Klebe. Denn der „Weiße Schwan“ wurde zuletzt als Gaststätte genutzt, deshalb mussten an jedem der künftigen Büroarbeitsplätze neue Kabel gezogen werden. Zudem sei die Innenbeleuchtung des Gebäudes komplett erneuert worden.

Eine besondere Herausforderung beim Umbau war laut Klebe der Anspruch, dem historischen Gebäude neues Leben einzuhauchen, es erlebbar zu machen und nicht auf ein Museumsstück zu reduzieren. Kompromisse mussten aber dennoch gemacht werden. So bleiben der Renaissance-Raum und die „gute Stube“ (im Obergeschoss mit Blick auf die Breite Straße) mit ihren Malereien aus der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert vorerst ungenutzt. Grund: Die Decken sind niedrig, und die Böden dürfen aus statischen Gründen nicht zu sehr belastet werden. Besichtigt werden können die Räume im Rahmen von Stadtführungen, die übrigens künftig vom „Weißen Schwan“ aus startet sollen. Neu ist: Peine Marketing will künftig samstags öffnen - und zwar von 10 bis 15 Uhr. Dafür ist montags künftig geschlossen. Die weiteren Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr. Öffentlicher Anlaufpunkt ist das Nebengebäude.

Alter Gastraum wird für Veranstaltungen vermietet

Peine. Ganz besondere Pläne hat die städtische Tochtergesellschaft Peine Marketing mit dem ehemaligen Gastraum des „Weißen Schwans“. „Er soll der Bevölkerung erhalten bleiben“, sagte gestern Geschäftsführer Thomas Severin – und zwar als multifunktional nutzbarer Veranstaltungsraum. Aktuell wird ein fester Caterer gesucht, der die Bewirtung für Veranstaltungen aller Art übernimmt.

Entgegen der ursprünglichen Pläne wird hinter dem Gastraum keine einfache Küchenzeile, sondern eine Profi-Edelstahlküche eingebaut. Diese habe man gebraucht aus einer Kantinenauflösung über die Braumanufaktur Härke bezogen, erklärte Severin. Die Küche könne künftig samt Caterer auch für private Veranstaltungen mitgemietet werden, so Severin. Vermietet wird ab 1. Februar 2016.

Der ehemalige Gastraum ist 90 Quadratmeter groß und bietet Platz für bis zu 50 Personen. Geeignet sei der Raum für Seminare, Sitzungen, Vorträge. Mit dazu gehört auch eine Theke. Interessenten können sich direkt mit Peine Marketing, Telefon 05171/545556, in Verbindung setzen.

Zentraler Anlaufpunkt für Besucher wird nicht das Hauptgebäude des „Weißen Schwans“, sondern das Nebengebäude, in dem zuletzt ein Currywurst-Imbiss betrieben wurde. Dort soll laut Severin im Erdgeschoss noch ein Info-Tresen samt Großmonitor eingebaut werden. Eine Mitarbeiterin ist dafür eingeplant, die an dieser Stelle dann auch den Peine-Shop betreut, in dem es verschiedene stadtbezogene Geschenkartikel und Peine-Gutscheine gibt. Darüber hinaus können Stadtführungen gebucht werden.

Von der Goethestraße an die Breite Straße umziehen will Peine Marketing mit seinen 15 Mitarbeitern eine Woche vor der Eröffnung. Die Kosten von maximal 70000 Euro trägt ebenfalls die Stadt Peine. In dem Betrag enthalten ist auch die Anschaffung von neuem Mobiliar, Stühlen und Tischen.

Der „Weiße Schwan“: Ältestes Gebäude der Stadt Peine

Der „Weiße Schwan“ an der Breiten Straße 58 ist das älteste Haus Peines. Es stammt aus dem Jahr 1594 und wurde nach dem Stadtbrand von 1592 neu errichtet. 2001 hat die Stadt Peine den „Weißen Schwan“ gekauft und umgebaut.

Von 2004 bis 2012 war die Brauerei Härke Pächter des Gebäudes, hatte aber durchgängig Probleme, einen geeigneten Wirt für den dauerhaften Betrieb zu finden.

Die Sanierung, inklusive Abriss des Nachbargebäudes (ehemals Mode-Martin) kostete die Stadt Peine bis 2006 etwa zwei Millionen Euro. Dafür wurde ein separates Nebengebäude geschaffen, ein Durchgang zum Innenhof gebaut und der Hof als Biergarten neu gestaltet.

Die Gaststätte wurde zunächst von Ina und Michael Müller betrieben, die 2008 aufgeben mussten. Dann öffnete das Restaurant India Haus, das aber auch bald wieder schloss. Im Nebengebäude waren kurzzeitig eine Cocktail-Bar und ein Currywurst-Imbiss ansässig.

Seit 2012 stand das Gebäude leer – nun zieht Peine Marketing ein.

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