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Patientin musste auf Krankenwagen warten

Peine-Vöhrum Patientin musste auf Krankenwagen warten

Vöhrum. Maßlos enttäuscht ist die Vöhrumerin Brigitte Utecht über den Krankentransport in Peine: Eineinhalb Stunden hat sie mit ihrer Mutter - eine Schlaganfall-Patientin - im Klinikum auf den Rücktransport mit einem Rettungswagen gewartet, bis Utecht sich selbst hinters Steuer ihres privaten Autos gesetzt und ihre Mutter zurück ins Pflegeheim transportiert hat.

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Brigitte Utecht ist enttäuscht: Sie musste ihre Mutter vom Klinikum Peine selbst nach Hause fahren.

Quelle: mgb

Zur Vorgeschichte: Ende Februar wurde Utechts Mutter ins Peiner Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose: Schlaganfall. Wenig später konnte die Patientin das Klinikum verlassen und sollte fortan wieder im Altersheim versorgt werden. „Die Abholung wurde mir für 9.30 Uhr mitgeteilt. Deshalb bin ich etwas früher gekommen und habe die Klamotten meiner Mutter zusammengepackt und sie abreisefertig gemacht“, erklärt Utecht und betont: „prinzipiell hätte das Krankenhauspersonal das selbst erledigen müssen - ich habe mich aber als Tochter in der Pflicht gefühlt, ihnen die Arbeit abzunehmen.“

Als gegen 10 Uhr jede Spur vom Krankenwagen fehlte, fragte Utecht nach, wo das Fahrzeug bleibe. „Wir rufen noch einmal an, wurde mir gesagt.“ Gegen 10.30 Uhr fragte Utecht erneut nach, gegen 11 Uhr wurde sie schließlich ungehalten, wie sie selbst zugibt.

„Nach einem weiteren Anruf bei der Rettungsleitstelle wurde mir mitgeteilt, dass nicht genug Fahrzeuge zur Verfügung stünden. Das bedeutete für mich: weiter warten“, sagt die Vöhrumerin und moniert: „Kurzerhand habe ich meine Mutter daraufhin selbst nach Hause gefahren.“

Arturo Junge, Kaufmännischer Direktor des Klinikums, bedauert auf PAZ-Anfrage die Unannehmlichkeiten und erklärt: „Der Transport von Patientinnen und Patienten aus dem Krankenhaus in ihre Häuslichkeit obliegt nicht dem Klinikum Peine.

Leider gibt es seit September 2014 im Landkreis Peine dahingehend eine Lücke, dass die Krankenkassen den Vertrag mit dem ASB Peine für den unqualifizierten Patiententransport gekündigt haben, sodass alle Transportarten über die Rettungsleitstelle organisiert werden müssen, was zu erheblichen Verzögerungen im Abtransport unserer Patienten aus dem Klinikum führt.“ In den nächsten Wochen solle für die Transporte eine vertragliche Lösung gefunden werden.

mgb

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