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Party-Schwof der 80er

Peiner Forum Party-Schwof der 80er

Grüne, rote und sphärisch-blaue Scheinwerferkegel streichen über die Bühne. Dazu weißer Kunstnebel satt und ein bärenbreiter Bombast-Sound, wie ihn nur die 80er-Jahre hatten. Still Collins aus Köln und Bonn liefern kongeniale Cover-Versionen von Genesis mit einer geradezu urwüchsigen Vitalität und Dynamik, die die 700 Gäste vom ersten bis zum letzten Takt vollständig mitreißen.

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„I can’t dance“: Wie im Genesis-Musikvideo marschieren die Musiker über die Bühne.

Quelle: im

Peine . Und irgendwie: Man kennt jeden Song, kann jeden Refrain mitsingen, die Zuhörer schwenken die Arme und suchen nach ihren Feuerzeugen. Die symphonische Breite der Kompositionen wirken wie der Soundtrack einer anderen Zeit in der Musiker wirklich Musik machten und nicht andauernd ihren nackten Waschbrettbauch herzeigen mussten, in der Tubbs und Sonny Crockett im Lamborghini durch Miami kurvten und Gitarren-Soli kein Stück peinlich waren. „You can’t hurry love“. Gott, da war man im Tanzkurs!

Neben den großen Hits von Genesis und Phil Collins werden auch weniger bekannte Songs gespielt. Die Band verpasst den Liedern dabei eine ungeheure Frischzellen-Kur. „Against all odds“ – das Partykeller-Schwof-Lied der 80er schlechthin – wird so zu einem begeisternd kräftigen, alle Sinne anrührenden Arrangement, das bei allem Wumms keinen Augenblick die emotionale Eindringlichkeit und Authentizität verliert.

Darin liegt neben der musikalischen Professionalität und der geradezu unheimlichen gesanglichen Identität von Frontmann Sven Komps mit dem notorisch nasalen Phil Collins die besondere Stärke der Band. Für die Zuhörer öffnet sich für zwei, drei Stunden eine Art Zeitfenster zurück in die eigene Jugend, als Tonträger noch zwei Seiten hatten, selbst zusammengestellte Musik-Kassetten heilig waren, Autos Opel-Ascona hießen und man im Sommer an den Bagger-Seen grillen konnte.

Zugabe: Plötzlich steht Elvis auf der Bühne! Latex-Tolle und Sonnenbrille. Komp stellt seine famose Truppe vor – und alle erscheinen verkleidet mit bizarren Latex-Masken: Einstein, Mr. Spock, Prince Charles und Michael Schumacher. Noch zwei Mal rufen die Zuhörer die Band auf die Bühne zurück. „Danke, Peine, für den tollen Abend“, sagt Komp am Schluss nach einer sagenhaften zehn Minuten Version von „Studio“ und ein jeder geht beglückt nach Haus.

Björn Wulfes

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