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Papst-Rücktritt: Peiner zollen Benedikt XVI. höchsten Respekt

Peine Papst-Rücktritt: Peiner zollen Benedikt XVI. höchsten Respekt

Peine. Mit höchstem Respekt haben Geistliche der katholischen und der evangelischen Kirche in Peine die Rücktritts-Ankündigung von Papst Benedikt XVI. zur Kenntnis genommen. Neben der Würdigung seines Lebenswerkes steht für viele nun die Frage nach einem Nachfolger im Mittelpunkt. Die evangelische Kirche wünscht sich einen Papst, der sich stärker für die Ökumene einsetzt.

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Papst Benedikt XVI.

Der katholische Pfarrer Thomas Mogge aus Ilsede war sehr überrascht, als er von der Rücktritts-Ankündigung des Papstes hörte: „Für mich verdient die Entscheidung von Benedikt XVI. allerhöchsten Respekt. Sie hat historische Bedeutung, aber auch vorbildlichen Charakter. Sie zeigt, dass es wichtig ist, sich selbst im Blick zu haben, und seine Grenzen zu erkennen, unabhängig davon, welche Gründe für den Papst jetzt entscheidend waren.“

Mogge ist überzeugt davon, dass dem Papst die Entscheidung sehr schwer gefallen sein muss. Den Menschen Joseph Ratzinger bezeichnet er als äußerst klug, nachdenklich und bescheiden. In seinem Pontifikat sei er kein Papst der großen Gesten, sondern eher einer der leisen Töne gewesen. Vor dem Hintergrund, dass die Kirche in einer Umbruchphase stecke, sei nun die Frage, wer als Nachfolger der Richtige sei, sagt Mogge. „Wir werden Gott dabei um Unterstützung bitten.“

 Petra Horaiske, Gemeindereferentin der katholischen Pfarrgemeinde „Zu den heiligen Engeln“, sagt: „Der Papst hat sein ganzes Leben der Kirche gewidmet und das Private stets zurückgestellt. Er hat die katholische Kirche in den letzten 30 Jahren nachhaltig durch sein Wirken in der Glaubenskongregation geprägt. Die Kirche trägt seine Handschrift. Seine Entscheidung für den Rücktritt verdient höchsten Respekt. Wie schwer muss es ihm nur gefallen sein?“

„Ich bedauere den Schritt des Papstes sehr und es ist auch ein tiefer Einschnitt für die katholische Kirche in Deutschland. Sein eindeutiges Eintreten für ein Leben mit Gott ist nachahmenswert. Seine klare Position zum Lebensschutz ist für die katholische Kirche notwendig. Der Papst kann auf eine geistliche Lebensleistung wie kaum ein anderer verweisen und ich hätte mir gewünscht, dass er diesen Weg weiter gehen kann“, sagt der Peiner CDU-Politiker Christoph Plett.

Respekt gibt es auch von der evangelischen Kirche in Peine. „Der Papst hat sein Leiden öffentlich gemacht und gezeigt, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist“, sagt Superintendent Dr. Volker Menke. „Er bringt mit seinem Rücktritt zum Ausdruck, dass es Grenzen der menschlichen Belastbarkeit gibt.“ Menke sieht in dem Abschied auch etwas Positives: „Jeder Neuanfang birgt eine Chance“, so der Superintendent, der als Nachfolger auf einen „mutigen Papst“ hofft. „Ich wünsche mir eine Kirche, in der nicht eine Kirche sagt, sie sei die richtige. Es geht heute nicht darum, Unterschiede zu betonen, sondern es geht um die Geschwisterlichkeit aller Christen.“

mic/ju

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