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Pannke: „Größere Sparkasse kann Herausforderungen besser begegnen“

PAZ-Interview mit neuem Regionaldirektor Pannke: „Größere Sparkasse kann Herausforderungen besser begegnen“

Wie geht es weiter nach der Fusion? Was ändert sich? Aus der Kreissparkasse Peine ist die Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine geworden. Die PAZ sprach mit Rainer Pannke, dem neuen Regionaldirektor der Sparkasse in der Region Peine. Er will die Chancen der Fusion nutzen und den Kunden noch mehr Leistung bieten.

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Der neue Regionaldirektor der Sparkasse, Rainer Pannke (rechts), und PAZ-Redaktionsleiter Thomas Kröger.

Quelle: Foto: Antje Ehlers

Peine. Herr Pannke, Sie sind neuer Regionaldirektor der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine. Was gehört zu Ihrem Aufgabengebiet?

Das Geschäftsgebiet unserer neuen Sparkasse umfasst vier Regionen, die jeweils von einem Regionaldirektor verantwortet werden. Ich habe diese Funktion seit dem 1. Januar für die Region Peine übernommen. Damit repräsentiere ich die Sparkasse vor Ort und bin gleichzeitig das Bindeglied zum Vorstand. In meiner Verantwortung steht das gesamte Privatkundengeschäft der Region. Mit meinen Teams in den Geschäftsstellen sowie den Finanzzentren Peine und Ilsede bieten wir kompetente Beratung in allen Finanzangelegenheiten - egal, ob es um Zahlungsverkehr, Geldanlage, Finanzierung, Immobilien oder Versicherungen geht. Dabei stehen uns Spezialisten in den verschiedenen Bereichen, zum Beispiel im Private-Banking, zur Seite. Damit können wir unsere Kunden regional, kompetent und persönlich beraten. Dass wir dabei auf Kollegen im eigenen Haus zurückgreifen können, ist natürlich zum Vorteil unserer Kunden.

Was ist das Besondere an Ihrer Funktion? Das Besondere ist die regionale Verantwortung und der weitere Handlungsspielraum in dieser Funktion. Unsere Kunden sollen diese persönliche Nähe vor Ort spüren. Diese Verwurzelung ist unser genetischer Code und damit Eckpfeiler unserer Philosophie. Ich fühle mich dieser Verantwortung und Aufgabe persönlich verpflichtet.

Was waren Ihre bisherigen Stationen bei der Kreissparkasse Peine?

Ich bin ein echtes Peiner Sparkassen-Kind. 1979 habe ich meine Ausbildung bei der damaligen Kreissparkasse Peine begonnen. Nach Beendigung war ich auf verschiedenen Geschäftsstellen eingesetzt, bevor ich in unsere interne Revision wechselte. Während dieser Zeit habe ich meine Fortbildung zum Sparkassenbetriebswirt absolviert. Nach Einsätzen in den Sparkassen in Nienburg und Osnabrück hat es mich doch immer zum Kunden gezogen. Darum übernahm ich 1994 die Leitung der Geschäftsstelle Breite Straße. Nach einer größeren Umstrukturierung unseres Hauses wurde ich dann Marktbereichsleiter für das gesamte Gebiet Peine-Nord und Wendeburg. Ab 2010 widmete ich mich ganz dem Bereich „rund um die Immobilie“ als Unternehmensbereichsleiter Immobilien und Versicherungen sowie in der Verantwortung für unsere Sparkassen-Erschließungsgesellschaft. Sie sehen, ich bin in vielen Bereichen der Sparkasse „herumgekommen“. Dadurch habe ich die verschiedensten Einblicke bekommen, die mir jetzt in der neuen Funktion zugute kommen, vor allem auch die Kenntnis des Peiner Landes und die Kontakte zu den Menschen, die hier leben.

Was macht das Geldgeschäft so interessant?

Nun, ich kann sagen: Es wird nie langweilig. In meiner über 37-jährigen Laufbahn habe ich schon vieles erlebt: Hochzinsphasen, die Einführung des Euro, jetzt die Welt ohne Zinsen. Die gesetzlichen Anforderungen, die in den letzten Jahren ständig gestiegen sind, haben das Geld- und Bankgeschäft nicht einfacher gemacht. Wegen steigender regulatorischer Anforderungen liegt für uns die Herausforderung und Verpflichtung darin, für unsere Kunden eine optimale Lösung zu finden. Denn hier sehen wir es als unsere Aufgabe an, es unseren Kunden einfach zu machen, ihre Wünsche zu erfüllen.

Woher stammen Sie?

Auch hier kann ich sagen: Ein echtes Peiner Kind, genauer gesagt: ein Ilseder Kind. Ich bin dort geboren, zur Schule gegangen und aufgewachsen und wohne mittlerweile mit meiner Familie dort in einem Haus, das wir 1993 erworben haben.

Sind Sie verheiratet?

Ja, ich bin seit 1993 mit meiner Frau Bettina verheiratet - sie ist übrigens auch bei der Sparkasse beschäftigt. Wir haben eine gemeinsame Tochter, die mittlerweile in Hildesheim - auch so ein Zufall - Wirtschaftsinformatik studiert.

Wie alt sind Sie?

Ich werde 54 Jahre alt.

Was sind Ihre Hobbys?

Nun, früher, war ich begeisterter, wenn auch nur innerhalb der Kreisgrenzen aktiver Fußballer. Mittlerweile konzentriere ich mich auf das Zuschauen, das ist weniger verletzungsanfällig. Und ich bin treuer Fan von Borussia Mönchengladbach. Dafür habe ich allerdings in den letzten Jahren das Ski-Fahren mit einer eingeschworenen Gruppe entdeckt. Außerdem entspanne ich mich gern beim Skat mit meinen Freunden oder beim Joggen durch die Peiner Waldlandschaft. Das und Reisen sowie ein gutes Buch kommen derzeit aber einfach zu kurz.

Was sind die Vorteile der Fusion für die Kunden?

Unsere Kunden können sicher sein, dass es heute und zukünftig eine leistungsfähige Sparkasse gibt, die vor Ort und in der Nähe vertreten ist und entscheidet - und zwar mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern. Aufgrund der Größe der neuen Sparkasse können wir aber auch weiteren Herausforderungen viel besser begegnen. Damit meine ich zum einen natürlich die immer weiter steigenden gesetzlichen Anforderungen. Zum anderen meine ich damit aber vor allem auch die Weiterentwicklung unserer digitalen Angebote. Denn eines ist klar: Das erwarten unsere Kunden von uns - und nicht nur die jüngeren. Unsere Kunden entscheiden, auf welchen Wegen sie unsere Leistungen in Anspruch nehmen. Und wir müssen diese unterschiedlichen Wege bestmöglich und im Sinne unserer Kunden gestalten. Genau dies gelingt uns nun noch besser. Darüber hinaus bieten wir Spezialistenteams für besondere Themenstellungen, wie zum Beispiel Immobilienfinanzierung, -vermittlung und -verwaltung, Versicherungen, branchenspezifische Unternehmenskundenberatung, Projektentwicklung und Testamentsvollstreckung. Die dauerhafte Stärkung der Sparkassen-Idee im Peiner Land sorgt zudem dafür, dass wir unser gesellschaftliches Engagement in der gewohnten Größenordnung fortsetzen werden. Davon profitieren gemeinnützige Einrichtungen hier vor Ort.

Welche Einschränkungen wird es geben?

Keine - mir ist zumindest nichts bekannt. Im Gegenteil - wir nutzen die Fusion vielmehr dazu, vorhandene Geschäftsfelder aus- und neue aufzubauen.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Dieser neue Job bringt viele Herausforderungen mit sich, und ich selber habe einen hohen Anspruch an mich. Ich möchte begeisterte Kunden haben. Diesem so gerecht zu werden, dass unsere Kunden begeistert sind, ist ein hehres Ziel. An dessen Erreichung arbeite ich permanent.

Welche Rolle wird Vorstandsmitglied Dominikus Penners in Peine einnehmen?

Herr Penners verantwortet als Vorstandsmitglied unter anderem das gesamte Privatkundengeschäft der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine und ist damit mein erster Ansprechpartner im Vorstand. Als ehemaliger Vorstand der Kreissparkasse Peine fühlt er sich natürlich der Region Peine besonders verpflichtet und wird darum auch hier vor Ort weiterhin sichtbar sein.

Wie wird die künftige Zusammenarbeit mit Hildesheim ablaufen?

Hildesheim ist der offizielle Sitz unserer Sparkasse. In der Gesamtstruktur sind wir regional aufgestellt. Das heißt ich habe umfangreiche Kompetenzen, um hier vor Ort schnell entscheiden zu können. In unseren Finanzzentren bieten wir die gesamte Palette des Finanzgeschäftes an. Für besondere Fragestellungen greifen wir zusätzlich auf Spezialisten zurück.

Wie wird die Zusammenarbeit mit Stefan Honrath aussehen, der von der Sparkasse zur Brawo-Volksbank gewechselt ist?

Schon in der Vergangenheit haben wir hier in Peine mit der Volksbank immer ein faires Miteinander gehabt. Wir sind beide regional arbeitende Kreditinstitute und sind uns deshalb im Anspruch, aber auch in den zu bewältigenden Herausforderungen durchaus ähnlich. Insofern wird sich daran auch künftig nichts ändern. Natürlich sind wir Mitbewerber - aber wie sagt man so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Was haben Sie vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hösel gelernt?

Herr Hösel hat in seiner aktiven Zeit bei der Kreissparkasse einige Großprojekte und Veränderungsprozesse umgesetzt. Und in den letzten beiden Jahren hat er aktiv die Fusion vorangetrieben, um der Sparkasse und ihren Mitarbeitern eine sichere Zukunft zu bieten. Für die Umsetzung derartiger Themen ist große Überzeugungskraft und vor allem das Mitnehmen unterschiedlicher Zielgruppen erforderlich. Hier geht es immer wieder darum, mit Argumenten zu überzeugen - von Menschen für Menschen. Das ist etwas, das mich sehr beeindruckt hat und das ich fortführen möchte.

Wird die Niedrigzinsphase weiter anhalten?

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass wir auch in den nächsten Jahren weiter mit anhaltend niedrigen Zinsen rechnen müssen. Dies prognostizieren auch die Volkswirte der Institute, mit denen wir zusammenarbeiten.

Wie sollte man aktuell sein Geld anlegen?

Ganz einfach: Breit gestreut anlegen und regelmäßig sparen. Bei der Geldanlage gehören nicht „alle Eier in einen Korb“. Es gibt verschiedene Anlageklassen, so Aktien, Renten, Immobilienfondsanteile und natürlich auch immer eine liquide Notfallreserve und gegebenfalls auch die eigene Immobilie. Auch innerhalb der Finanzanlageklassen sollte ebenfalls breit gestreut werden, hier helfen Fondslösungen. Außerdem empfehle ich jedem - auch gerade jüngeren Menschen - regelmäßig zu sparen. Hier kann man mit kleinen Beträgen beginnen, und über einen längeren Zeitraum entsteht dennoch ein kleines Vermögen. Diese allgemeingültigen Tipps runden unsere Berater im Rahmen einer individuellen Finanzplanung zu einer persönlichen Lösung ab, die den Wünschen des Kunden entspricht.

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