Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Paar bezog zu Unrecht Sozialhilfegelder

Peine Paar bezog zu Unrecht Sozialhilfegelder

Peine . Zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten auf Bewährung ist jetzt eine 42-Jährige  vom Amtsgericht Peine verurteilt worden. Zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten (46) hatte sie zu Unrecht staatliche Unterhaltsleistungen in Höhe von rund 11.000 Euro in Anspruch genommen und sich damit des Betrugs schuldig gemacht. Da eine Beteiligung des Mannes an dem Betrug nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er vom Gericht freigesprochen.

Voriger Artikel
Verkehrsunfallflucht: Pkw-Außenspiegel beschädigt
Nächster Artikel
„Immer wieder sonntags“ in den Festsälen: Stefan Mross präsentiert Volksmusik-Stars

Prozess vor dem Amtsgericht: Ein Paar hatte sich Sozialleistungen erschlichen.

Quelle: Foto: Archiv

Tränen gab es bei der Verhandlung um die 2011 und 2012 zu Unrecht kassierten Sozialhilfeleistungen. Während der momentan arbeitslose Mann sich bemühte, sachlich die vielfältig verschachtelte Situation darzustellen, die zu dem finanziellen Desaster für sich, seine Ex-Partnerin und das gemeinsame Kind geführt hatte, brach die Frau bei der Erinnerung an diese Zeit immer wieder in Tränen aus.

Glaubhaft konnte sie vermitteln, dass sie die Anträge auf staatliche Unterstützung ungern, aber aus lauter Verzweiflung auch dann noch gestellt hatte, als ihr damaliger Lebensgefährte bei einer Logistik-Firma in Lohn und Brot stand. Denn alte Schulden drückten die junge Familie sehr. „Sie wussten doch, dass Ihr Partner wieder einen Job hatte. Bei Ihrem Antrag hätten Sie dessen Einkünfte angeben müssen“, sagte die Staatsanwältin zu der Angeklagten. „Es war ja trotzdem nie Geld da, es gab immer nur Stress“, beschrieb die Beschuldigte ihre Situation.

Dabei hatte das Paar einst Großes vor: Mit der Abfindung des Mannes nach seinem Ausscheiden als langjähriger VW-Mitarbeiter machten sie sich als Gastronomen selbstständig. Doch das Projekt scheiterte, es blieben Schulden in fünfstelliger Höhe.

Weil der Mann dem Alkohol sehr zugetan war und seine Freundin schlug, zog diese schließlich im April 2012 – nachdem er sie zusammengeschlagen hatte – die Konsequenzen und trennte sich von ihm. Von den Anträgen seiner Ex auf Sozialhilfe wollte der Mann nichts gewusst haben – seine Unterschrift ist auch auf keinem der Dokumente zu finden. Die allein erziehende Angeklagte hat einen Minijob und muss zusätzlich staatliche Leistungen in Anspruch nehmen – und den zu viel gezahlten Unterhalt in Raten zurückerstatten.

hui

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung