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PUT: Das sagen Geschäftsführung und IG Metall

Peine PUT: Das sagen Geschäftsführung und IG Metall

Peine. Welche Auswirkungen hat das aktuelle Arbeitsgerichts-Urteil auf die Peiner Umformtechnik (PUT)? Das Urteil besagt, dass der Schraubenhersteller an der Woltorfer Straße etwa 252 000 Euro an ausstehendem Urlaubsgeld an 126 Mitarbeiter nachzahlen muss - und es folgen noch weitere Forderungen (PAZ berichtete).

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Die Peiner Umformtechnik (PUT) an der Woltorfer Straße: Wie sieht die Zukunft des Schraubenherstellers aus?

Quelle: Foto: Archiv

Dazu erklärt PUT-Geschäftsführer Marc Wolfram Eberle: „Uns liegt noch gar kein Urteil vor. Wir warten das schriftliche Urteil jetzt erst einmal ab, werden es studieren und dann entsprechend handeln. Jetzt ist wichtig, dass wir positiv nach vorne schauen und deutlich machen, dass sich die PUT auf einem guten Weg befindet.“ Die deutsche Gesellschaft Hanse Industriekapital habe nach dem Kauf der PUT vom indischen Konzern Sundram Fasteners die Peiner Firma komplett entschuldet. „Rund 22 Millionen Euro“ hat das laut Eberle gekostet. Mittlerweile verfüge die PUT über 43 Prozent Eigenkapital, und es gebe viele neue mögliche Kunden aus der Auto- und Windkraftindustrie, die Interesse an Peiner Schrauben hätten.

Die etwa 280 Mitarbeiter würden über den aktuellen Stand informiert werden. Nachdem der Umsatz dieses Jahr vermutlich um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werde, würden derzeit die Planungen für das nächste Jahr laufen, „die als Basis für weitere Maßnahmen dienen werden“.

Deutlich kritischer sieht Frank Raabe-Lindemann von der Gewerkschaft IG Metall Peine-Salzgitter die Situation bei der PUT. Er fordert: „Herr Eberle muss endlich sagen, was seine wirklichen Ziele sind. Bisher waren seine Taten nicht vertrauensfördernd. Er hat einen Vertragsbruch begangen, in dem kein Urlaubsgeld bezahlt wurde, und hat dafür jetzt vom Gericht die teure Quittung bekommen.“

Die IG Metall wolle die PUT in einer schwierigen Situation unterstützen und habe sogar einen Sanierungs-Tarifvertrag vorgeschlagen. Doch den habe der Geschäftsführer abgelehnt. „Er will nicht, dass ein unabhängiger Sanierungs-Experte die Firma begutachtet und gewährt uns auch keinen Blick in die Verträge. So geht das nicht“, betont Raabe-Lindemann. Und die PUT müsse dringend in neue Maschinen investieren - doch auch in diesem Bereich passiere leider nichts. Sein Kollege Matthias Wilhelm (IG Metall) ergänzt: „Wir sind nicht die Verursacher der Probleme. Herr Eberle muss jetzt handeln, und da ist es der absolute falsche Weg, mit möglichen Stellenstreichungen zu drohen.“ Am 3. November gibt es die nächsten PUT-Urlaubsgeld-Verhandlungen - erneut vor dem Arbeitsgericht Braunschweig.

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