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PAZ-Zustellerin berichtet: „Die Dunkelheit hat ihre Tücken“

Peine PAZ-Zustellerin berichtet: „Die Dunkelheit hat ihre Tücken“

Peine. Wenn andere noch unter der warmen Bettdecke schlummern, sind sie bereits unterwegs. Eva Großmann. 220 Zusteller sind täglich für die PAZ im Einsatz, damit die Leser pünktlich ihre Zeitung erhalten - bei Wind und Wetter.

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Wie 220 Kollegen auch, trägt Eva Großmann jeden Morgen um 3.30 Uhr die Zeitung aus.

Quelle: Janine Kluge

Es ist noch dunkel als die Peinerin das Haus verlässt. Nur wenige Passanten sind schon unterwegs, vereinzelt brennt in den Wohnungen Licht. Es ist halb vier und die Zustellerin erreicht gerade die Ablagestation in der Eichendorffstraße, wo sie mit routinierten Griffen die schweren Zeitungspakete in die Tasche auf ihrem Fahrrad hievt.

„Manchmal ist es etwas unheimlich, wenn ich durch die dunklen Straßen gehe“, gibt die 49-Jährige zu. „In der Dunkelheit sieht halt alles anders aus.“ Angst hat die dreifache Mutter allerdings nicht. „Es ist noch nie etwas passiert.“ Wenngleich sie schon das eine oder andere Mal einen kräftigen Schreck bekommen hat. „Einmal hatte jemand eine Schaufensterpuppe vor der Tür auf einer Bank sitzen - da hab ich mich riesig erschrocken“, lacht Großmann.

Und auch sonst berge die Dunkelheit so ihre Tücken. „Ich bin auch schon in eine Baugrube gerutscht oder gestolpert“, erzählt sie. „Aber das ist alles nicht so tragisch.“ Gefährlich ist es für Großmann aber im Herbst und Winter. Quietschend und rappelnd fährt sie nämlich auch dann mit ihrem alten Fahrrad ihre Route ab. Gutenbergstraße, Hans-Böckler-Straße, Duttenstedter Straße - das ist ihr Revier, hier kennt Großmann jede Katze und jeden Hund.

Schnee, Regen und vereiste Straßen machen es der Zustellerin und ihren rund 220 Kollegen allerdings nicht leicht, jeden Morgen die mehr als 20000 Haushalte mit der druckfrischen PAZ zu versorgen. „Ich stehe um 3 Uhr auf, damit die Zeitung auch bei widrigen Wetterverhältnissen pünktlich bei den Lesern im Briefkasten ist“, schildert sie. Doch wenn der Regen die Handschuhe durchweicht und die Kälte die Hände zerfrisst, wird der von der Peinerin mit Freude ausgeübte Beruf schnell unangenehm. „Ich versuche die Zeitungen so gut es geht zu schützen. Bei starkem Regen hülle ich sie vom Rad bis zum Briefkasten extra in Plastiktüten.“ Es sind die kleinen Tricks, die sich Großmann in den letzten sieben Jahren als PAZ-Zustellerin angeeignet hat.

Gegen dichtes Schneetreiben und spiegelglatte Straßen kann allerdings auch sie nichts ausrichten. Füße verlieren den Halt, das Rad scheint immer schwerer zu werden - da wird selbst das Schieben des Fahrrads zum Balance-Akt. „Wenn die Zeitung dann mal nicht ganz pünktlich da ist, haben die meisten aber Verständnis“, freut sich Großmann.

Und obwohl der Sommer natürlich am angenehmsten ist, liebt die fröhliche Peinerin die Arbeit im Winter. „Es ist ein tolles Gefühl, die erste zu sein, die morgen im noch unberührten Schnee ihre Spuren hinterlässt.“

ju

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