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Osman Engin las in der Buchhandlung Gillmeister

Peine Osman Engin las in der Buchhandlung Gillmeister

Bei seiner ersten Lesung in Peine brachte der Bremer Satiriker Osman Engin am Dienstagabend rund 50 Zuhörer zum Lachen - Türken wie Deutsche.

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Las bei Gillmeister: Osman Engin.

Quelle: hui

Wie es Türken in Deutschland ergehen kann, ist seit Günter Wallraffs „Ganz unten“ bekannt. Die Besucher der Lesung mit dem Bremer Satiriker in der Buchhandlung Gillmeister erkannten sicher einige Situationen wieder - allerdings so formuliert, dass sie darüber herzlich lachen konnten.

Auch Eigenhumor war gefordert. Gleich einem Judokämpfer griff der türkischstämmige Autor deutsche Sprüche und Bräuche auf, um sie durch ganz simple Fragen oder Kommentare gleichermaßen gründlich und genial auszuhebeln - sehr zum Vergnügen der Zuhörer.

Engin bediente sich stets einer einfachen Sprechweise und erzählte auf trockene Art in Ich-Form seine skurrilen Erlebnisse mit deutschen Behörden, Nachbarn, Chefs und Arbeitskollegen. Seine Zuhörer klatschten derweil begeistert in die Hände und mussten Lachtränen trocknen. Schon über die erste Geschichte über die Erlangung eines deutschen Passes kicherten sich die Zuhörer kugelig, als seine fiktive Sachbearbeiterin Frau Kotzmeier-Göbelsberg ihn als Autor von elf deutschen Büchern immer noch auf Tarzan-Deutsch anredet: „Du wollen Pass?“

Herzerfrischend hintersinnig sezierte er in seinem Briefe-Buch „Lieber Onkel Ömer“ deutsche Sitten, Gebräuche und seine Erlebnisse mit der fremden, oft unverständlichen Kultur. Gerne stellt er auch Vergleiche mit den Ansichten und Verhaltensweisen seiner Landsleute an und führt mitunter deutsche wie türkische Selbstverständlichkeiten ad absurdum.

„Ich bin überrascht, wie anziehend sein Humor ist. Vorurteile lassen sich am besten abbauen, indem man miteinander redet“, sagte Nergiz Kiliç, die mit Mann und Sohn gekommen war. Doris Freudenberg hatte sich nach eigenen Angaben köstlichst amüsiert. „Aber manchmal musste ich beim Lachen auch schlucken - sind wir Deutschen wirklich so?“ Nicht alle, schreibt Engin. „Der Deutsche, den man gut kennt, ist ganz natürlich ganz anderes als die kalten, herzlosen Teutonen“, erklärte der Satiriker. Und den Deutschen gehe es ja mit „dem Türken, den man gut kennt“, auch nicht anders.

hui

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