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Opfer über zehn Stunden lang gequält: 25-Jähriger auf der Anklagebank

Peine Opfer über zehn Stunden lang gequält: 25-Jähriger auf der Anklagebank

Peine/Hildesheim. Ein wichtiger Prozess beginnt am Dienstag, 16. September, ab 9 Uhr vor dem Landgericht Hildesheim. Nach der großen Polizei-Razzia in Peine im März wird jetzt Anklage gegen den 25-jährigen Haupttatverdächtigen erhoben. Er wird beschuldigt, Anfang März mit mehreren Komplizen einen Peiner in einer Wohnung stundenlang mit einem Messer gequält und verletzt zu haben.

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Große Razzia in Peine: Sondereinheiten der Polizei durchsuchten Ende März sieben Wohnungen - wie hier am Saarlandring in Telgte.

Quelle: A

Das Opfer sollte Geld herausgeben, was er aber nicht tat. Ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei hatte am 25. März elf Wohnungen durchsucht und die Verdächtigen verhaftet (PAZ berichtete). Dem 25-Jährigen werden folgende Taten zur Last gelegt: gefährliche Körperverletzung, gemeinschaftliche Geiselnahme in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung sowie Beihilfe hierzu, gemeinschaftlicher Raub und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Der Hauptangeklagte soll bereits am 13. Januar bei einem Streit ohne Grund ein Messer und einen Schlagstock gezogen und letzteren auch eingesetzt haben. Nachdem das Opfer zu Boden gegangen sei, soll er diesem noch Faustschläge versetzt und ihn gewürgt haben.

Am 22. Februar habe er sich mit einem Mitangeklagten (30) Zutritt zur Wohnung eines Bekannten verschafft, um dort Wertgegenstände zu stehlen. Dort hätten sie den Wohnungsinhaber getroffen, diesen zu Boden gestoßen und eine Playstation entwendet.

Am 5. März soll der 25-Jährige in der Wohnung eines Freundes den Entschluss gefasst haben, das dort ebenfalls anwesende spätere Tatopfer „abzuziehen“. Zu diesem Zweck soll er diesen zunächst in ein Gespräch verwickelt, sodann ein Messer gezogen und das Opfer aufgefordert haben, seine Taschen zu leeren. Dann habe er dem Opfer auch unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Später soll er ihn gemeinsam mit seinem Bruder (27) gezwungen haben, seine PIN für die EC-Karte zu nennen. Als das Opfer dies nicht konnte, soll er über einen Zeitraum von insgesamt zehn Stunden wiederholt geschlagen, getreten und mit einem Messer verletzt worden sein. In dieser Zeit sei er zudem von zwei 25 und 28 Jahre alten, unter anderem mit einer Machete bewaffneten, Mitangeklagten bewacht worden. Das Opfer soll durch das Martyrium schwere Schnittverletzungen an der rechten Hand sowie massive Hämatome im Kopf- und unteren Rumpfbereich erlitten haben.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Hauptangeklagten habe man am 25. März ein verbotenes Butterflymesser sichergestellt. Weitere Termine vor dem Landgericht folgen am 18., 19., 23., 24. September - jeweils ab 9 Uhr im Saal 149.

tk

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