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Ökumenischer Neujahrsempfang mit 125 Gästen

Peine Ökumenischer Neujahrsempfang mit 125 Gästen

Peine. Zu ihrem traditionellen ökumenischen Neujahrsempfang hatten die Peiner Kirchen gestern Abend ins Friedrich-Spee-Haus an der Schloßstraße eingeladen. 125 Gäste kamen, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Politik sowie der Kirchen.

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Beim Neujahrsempfang der Kirchen im Friedrich-Spee-Haus (v.l.): Superintendent Dr. Volker Menke, Referent Professor Dr. Hans Hobelsberger und Pfarrer Hendrik Rust.

Quelle: Michael Lieb (mic)

Referent des Abends war Professor Dr. Hans Hobelsberger von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Paderborn). Sein Thema: „Wenn die Ränder zur Mitte werden - Kirche vor den heutigen Herausforderungen.“

Nach der Begrüßung durch den katholischen Pfarrer Hendrik Rust hielt der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Peine, Dr. Volker Menke, eine Kurzandacht - und es wurde gemeinsam gesungen.

In seiner Rede ging Hobelsberger vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Welt hinsichtlich IS oder Pegida auf die Bedeutung von Religion ein. Seine These: „Religion steht wieder ganz neu auf der Tagesordnung der Gesellschaft: Einmal durch die religiös motivierte Gewalt, die uns so fassungslos wie ratlos macht, weil wir nicht wissen, wie ihr wirksam und nachhaltig begegnet werden kann. Dann durch die öffentliche Aufmerksamkeit für die, die sich die Verteidigung des Christlichen Abendlandes auf die Fahne geschrieben haben, dadurch dass sie auf eine geradezu mittelalterliche Vorstellung vom Christlichen Abendland zurückgreifen und ansonsten alles verraten, was christliche Werte und christliches Menschenbild ausmachen.“

Die zentrale Herausforderung, vor der Kirche heute stehe, sei, „die institutionellen Selbsterhaltungsreflexe, die unweigerlich eintreten, wenn Institutionen unter Druck geraten und ihre soziale Gestalt wandeln müssen, zu überwinden und darüber nachzudenken, wie sie ihrer Sendung, die Liebe Gottes zu den Menschen zugleich zu offenbaren und zu verwirklichen, gerecht werden kann. Das ist eine Kirche, die hinausgeht, die sich auf die Fragen der Menschen einlässt, die sich einmischt und anpackt.“

Die Bewältigung der Flüchtlingsfrage habe gezeigt, was bürgerschaftliches Engagement, zivilgesellschaftliche Organisationen und staatliche Einrichtungen bewerkstelligen können, wenn sie zusammenarbeiten und sich ergänzen. Hobelsberger: „Die Kirchen sind Teil dieser lokalen Netzwerke, teilweise initiieren und koordinieren sie diese Netzwerke oder sie sind eben ein Teil davon. Auch davon können die Kirchen für die Zukunft lernen, dass sie nicht alles alleine oder selber machen müssen, sondern dass sie sich in Zusammenarbeit mit anderen um die Lebensbedingungen der Menschen im Sozialraum kümmern.“

Am Ende des offiziellen Teils bedankte sich Pfarrer Rust bei den Rednern und den Helfern, dann gab es ein Büfett und noch Gelegenheit zum Austausch, was von den Anwesenden auch reichlich genutzt wurde.

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