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Öffnung der Ilseder Straße – eine Frage des Geldes

Peine Öffnung der Ilseder Straße – eine Frage des Geldes

Als Einfallstor ins südliche Zentrum prägte die Ilseder Straße über Jahrzehnte das Stadtbild. Mit dem Bau der Nord-Süd-Brücke 1978 und der Inbetriebnahme der Stahlwerks-Bahn wurde der nördliche Teil der Ilseder Straße von der Hauptverkehrsader abgehängt. Schon mehrfach gab es Bestrebungen, die Ilseder Straße wieder zu öffnen, zuletzt in den poltischen Gremien. Die Umsetzung ist aber wohl eine Kostenfrage.

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Wirkt von der Stadt abgekoppelt: Der Friedrich-Ebert-Platz (Mitte). Politiker und Anwohner fordern daher die Wiederöffnung der Ilseder Straße – auch als Einfallstor zur Stadt.

Quelle: oh

Peine. Eine weitere Konsequenz der damaligen Trennung der Ilseder Straße ist, dass der Friedrich-Ebert-Platz samt Peiner Festsälen und Geschäften für den Individualverkehr nur noch über die Theodor-Heuss-Straße und die Braunschweiger Straße erreichbar ist. Weil zudem die Bahnstrecke Braunschweig-Hannover eine „natürliche“ Grenze bildet, wirkt das Quartier rund um den Friedrich-Ebert-Platz etwas wie vom Rest der Stadt abgekoppelt.

Einer, der die Idee zur Wiedereröffnung der Ilseder Straße „grundsätzlich gut“ findet, ist Christoph Plett, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Stadtrat. „Wir bekämen dadurch ein ein weiteres Einfallstor zur Peiner Innenstadt.“ Da es im Haushalt der Stadt Peine aber „eine erhebliche Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben“ gebe, müsste für das Projekt schon eine besondere Bedeutung vorliegen. „Und die sehen wir hier nicht“, so Plett.

Ähnlich sieht es auch Bernd-Detlef Mau, Chef der SPD-Fraktion im Peiner Stadtrat: „Die Öffnung der Ilseder Straße in Richtung Süden ist ein Projekt, dass wir zu Gunsten der Stadtentwicklung angehen sollten. Momentan erlauben es unsere Finanzen aber nicht.“ Mau schwebt auch schon eine konkrete Idee vor, wie die Kreuzung Wiesenstraße, Nord-Süd-Brücke, Feldstraße und Ilseder Straße umgestaltet werden könnte: „Ich kann mir dort einen Kreisel vorstellen.“ Auch die zwischen der Kreuzung und dem angehängten Teil der Ilseder Straße verlaufende Bahnlinie zum Stahlwerk ist für Mau zumindest in der Theorie kein Problem: „Dafür gibt es Planer.“

Peines Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey sieht das Thema nüchterner: „Die Anbindung der Ilseder Straße südlich des Friedrich-Ebert-Platzes steht in Konkurrenz mit dem Bahnübergang an der Wiesenstraße. Die ursprüngliche Straßenführung musste aufgegeben werden, als die historische Ilseder Hochbahn auf das Straßenniveau gelegt wurde. Auf diese ebenerdige Bahnlinie kann Peiner Träger nicht verzichten. Das hat für mich eindeutig Vorrang, und daher ist eine attraktive Zuwegung für Autofahrer dort nicht möglich.“

Der Zustand, dass Bahn- und Individualverkehr auf zwei unterschiedlichen Ebenen geführt werden, lasse sich heute mit vernünftigem Aufwand nicht mehr herstellen. Eine bessere Anbindung des Friedrich-Ebert-Platzes für den Individualverkehr wünschen sich aber auch viele Anlieger wie das E-Center. „Wir würden es natürlich begrüßen, wenn uns Autofahrer besser erreichen können“, so eine Sprecherin von Edeka Minden-Hannover auf PAZ-Anfrage.

mic

Friedrich-Ebert-Platz in Peine

Der Friedrich-Ebert-Platz (früher Wilhelmplatz) ist einer der größten Plätze in Peine. Um 1900 fand dort regelmäßig der Roßmarkt statt. Ende der 80er-Jahre wurde er für rund 4 Millionen Mark umgestaltet. Voraussetzung war die Verlagerung des Durchgangsverkehrs aus der Achse Breite Straße/Bahnhofstraße. Möglich wurde dies durch den Bau der Nord-Süd-Brücke und den Abbau der historischen Hochbahn und des damaligen Ilseder Bahnhofs am Walzwerk.

Zuvor führte über die Bahnhofsstraße und den Friedrich-Ebert-Platz die wichtigste Nord-Süd-Verbindung für Autofahrer und Individualverkehr. Anwohner, Verkehrsteilnehmer und Geschäftsleute litten dabei aber unter der höhengleichen Kreuzung von Bahnline und Bahnhofsstraße.

Die geschlossene Bahnschranke brachte den Verkehr in der Innenstadt mehr als acht Stunden täglich zum Erliegen. 1994 siedelte sich mit Marktkauf (heute E-Center) ein neuer Anziehungspunkt an. Sehenswürdigkeiten sind die dreiteilige Stahlskulptur „Durch und durch und durch ....“ sowie der 1888 errichtete Wasserturm. Ferner liegen die Peiner Festsäle, die gerade aufwändig saniert wurden, direkt am Friedrich-Ebert-Platz.

mic/A

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