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„Nur noch Haut und Knochen“

Verdreckte Rinder „Nur noch Haut und Knochen“

„Abgemagert, verdreckt, frierend“: Etwa zehn Rinder stehen auf einer Weide an der Münstedter Straße in Schmedenstedt. Die Tiere versammeln sich auf den wenigen Stellen, wo sich kein Schnee befindet. Ein Lengeder sieht fast täglich diese Rinder und fordert, dass das Veterinäramt einschreitet.

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Auf dieser Schmedenstedter Weide stehen die Rinder, die laut Kritikern zu wenig Futter erhalten und abgemagert aussehen.

Quelle: cb

Peine-Schmedenstedt. „Das ist Tierquälerei“, beschwert sich der ehemalige Metzger Peter Kußmann aus Lengede, „die Rinder bestehen ja nur noch aus Haut und Knochen. Ich fahre mehrmals in der Woche durch Schmedenstedt und sehe immer wieder diese bedauernswerten Kreaturen, die bei extremen Minusgraden ungeschützt dort stehen.“ Es müsse endlich etwas passieren, „damit dieses Elend endlich aufhört“. Die Rinder gehören einem Schmedenstedter Landwirt.

Der 72-Jährige weist darauf hin, dass man auf einem Schlachthof penibel auf den Tierschutz achten müsse, denn sonst drohe einem Metzger schnell eine Anzeige. „Warum gilt das hier nicht? Warum müssen die Rinder leiden? Und warum unternimmt das Veterinäramt nicht endlich etwas?“, fragt Kußmann.

Zumindest müsse man dafür sorgen, dass die Tiere endlich etwas zu fressen bekommen, denn auf der Weide gebe es außer vereisten Gras-Resten nichts. „Die Rinder, die fast alle krank aussehen, müssen Kraftfutter erhalten, damit sie wieder zu Kräften kommen“, fordert der Lengeder. Und der „zusammengezimmerte“ Unterstand reiche auch nicht aus. Die PAZ hat nachgefragt, und Kreis-Sprecher Henrik Kühn antwortet für das zuständige Peiner Veterinäramt: „Die gesetzlichen Vorgaben, die erfüllt sein müssen, um bei dieser Jahreszeit Rinder draußen zu halten, wurden von diesem Tierhalter bisher eingehalten. Der Betrieb ist uns bekannt und wurde in der Vergangenheit regelmäßig überprüft. Wir werden auch künftig eine stete Überprüfung der Tierhaltung sicherstellen.“

Folgende Vorgaben müssen laut dem Landkreis eingehalten werden:

  • Ein genügend großer Unterstand, sodass alle Tiere gleichzeitig Witterungsschutz suchen können.
  • Eine ausreichend große, trockene Liegefläche, sodass alle Tiere gleichzeitig trocken liegen können.
  • Regelmäßige Wasserversorgung und ausreichende, artgerechte Fütterung.
  • Die Tiere müssen an die Witterungsbedingungen durch ein dickes Winterfell gewöhnt sein und täglich mindestens einmal überprüft und versorgt werden.

tk

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