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Nitrat-Belastung im Grundwasser ist viel zu hoch

Peiner Land: Untersuchung Nitrat-Belastung im Grundwasser ist viel zu hoch

Erschreckend: Das Grundwasser im Peiner Land ist stelleneweise viel zu stark mit Nitrat belastet. Bei einer Analyse von Brunnen-Wasserproben ergaben sich Überschreitungen des Grenzwerts (50 Milligramm pro Liter) um das Dreifache und mehr.

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Im Trinkwasser ist die Nitrat-Belastung aktuell noch kein Problem, doch die Verunreinigung schreitet immer weiter voran.

Peine. Der Verein VSR-Gewässerschutz hatte im August insgesamt 157 Proben von Privatleuten untersucht (PAZ berichtete). Ergebnis: In jedem dritten Fall lag die Nitrat-Konzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung.

Die stärkste Belastung wurde mit 168 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Solschen festgestellt. Deutliche Überschreitungen fanden die Umweltschützer auch in Bettmar (147 mg/l), Alvesse (140 mg/l), Schmedenstedt, Stederdorf (je 123 mg/l), Klein Ilsede (119 mg/l), Oedesse (103 mg/l), und Vöhrum (100 mg/l). Wichtig: Dieses Wasser ist nicht zum Trinken geeignet. Auch darf derart belastetes Wasser nicht zum Befüllen eines Fischteichs genutzt werden. Es kann zur Massenvermehrung von Algen und zum Fischsterben führen. Beim Bewässern mit belastetem Grundwasser muss die zusätzliche Nitrat-Zufuhr bedacht werden.

2 Was ist die Ursache für die zu hohe Nitrat-Belastung, und welche Gefahren drohen für den Menchen? Durch Überdüngung der Felder mit stickstoffhaltiger Gülle gelangt immer mehr Nitrat ins Grundwasser. Und das könnte langfristig die Trinkwasser- Versorgung gefährden. Nitrat selbst ist zwar nicht giftig, im Körper kann daraus aber Nitrit entstehen, das an der Bildung von krebserregenden Nitrosaminen beteiligt ist. Aktuell bestehe kein Gesundheitsrisiko, obwohl das Trinkwasser in Niedersachsen zu 86 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird. Denn bei der Aufbereitung kann Wasser so stark verdünnt werden, dass kein Risiko mehr besteht.

Allerdings, so gab der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), erst kürzlich zu Protokoll, gehe der Trend der Nitrat-Belastung in Niedersachsen erkennbar nach oben. Und wenn irgendwann zu wenig unbelastetes Grundwasser vorhanden sei, könnten die Wasserversorger nicht mehr verdünnen. Das Nitrat müsse dann technisch aus dem Grundwasser entfernt werden. Das koste Geld und führe zwangsläufig zu höheren Gebühren für die Verbraucher. Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz fordert im Namen der Umweltschützer bessere gesetzliche Regeln für die Düngung und ein Umdenken bei den Landwirten. Zudem müsse es einen Austausch zwischen Bürgern und Landwirten geben.

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Der Wasserverband betont: Das Peiner Trinkwasser ist nicht belastet.

Die Meldungen über hohe Nitrat-Gehalte im Grundwasser haben nach Angaben des Wasserverbandes Peine die Trinkwasser-Kunden verunsichert. „Es gibt keinen Anlass zur Besorgnis“, stellt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Verbandes, klar. Und weiter: „Unser Trinkwasser hält die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein und kann bedenkenlos verwendet werden“.

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