Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
„Niemand zahlt dafür zehn Millionen Euro“

Peine „Niemand zahlt dafür zehn Millionen Euro“

Es ist ein Schandfleck: Nur noch wenige Kunden verirren sich in das Peiner City-Center an der Lindenstraße. Seitdem dort das insolvente Hertie-Kaufhaus schließen musste, nimmt der Verfall des einstigen Einkaufszentrums seinen Lauf. Das Parkhaus ist zwar noch geöffnet, doch nur wenige Autos verlieren sich dort auf dem Deck.

Voriger Artikel
„Wir haben zu viele Trittbrettfahrer“
Nächster Artikel
Mal eckig, mal geschmeidig wie eine Katze

Ein Ein-Euro-Shop könnte vorübergehend in das Ex-Hertie-Gebäude einziehen.

Quelle: cb

Peine . Auch immer mehr kleine Geschäfte in der vorgelagerten Ladenzeile nehmen Abschied, denn die Laufkundschaft fehlt. Viele Laden-Besitzer warten darauf, dass endlich ihr Mietvertrag ausläuft, damit sie an einen anderen Standort wechseln können.

Was passiert jetzt, damit es dort endlich zu einer Verbesserung der Situation kommt? Wird es einen Hertie-Nachfolger geben oder reißt man den gesamten 12000-Quadratmeter-Komplex ab?

Die PAZ hat mit einem Experten gesprochen, der namentlich nicht genannt werden möchte. Er sagt: „Es ist noch völlig unklar, was die Immobilienbesitzer Dawnay Day und Heddon vorhaben. Erschwert wird das Ganze noch dadurch, dass es gerade einen Besitzerwechsel bei Heddon gegeben hat. Das verschiebt erneut eine Entscheidung in Peine.“

Eigentümer des ehemaligen Hertie-Gebäudes ist der insolvente britische Immobilienfonds Dawnay Day. Das Parkhaus ist im Besitz einer unbekannten Gesellschaft. Und die vorgelagerte Geschäftszeile gehört zu 52 Prozent Dawnay Day, zu 42 Prozent dem amerikanischen Finanzdienstleister Heddon und mit 8 Prozent sind kleinere Peiner Miteigentümer beteiligt.

Der gut informierte Experte ist sich sicher, dass kein Investor die bisher geforderten zehn Millionen Euro für den Gebäude-Komplex auf den Tisch legen wird. „Niemand zahlt zehn Millionen, vor allem, da es bereits 94 Prozent Mietausfall gibt. Zu viele Läden schließen dort“, betont er. Der Preis werde sinken.

Die Immobilienbesitzer seien weiter auf der Suche nach einer Dauerlösung für Peine, „doch vorübergehend könnte im ehemaligen Hertie auch ein Postenmarkt oder Ein-Euro-Shop eröffnen“. Das werde aber nur eine zeitlich begrenzte Aktion sein.

Der Experte fordert die Stadt Peine auf, sich stärker für den Standort an der Lindenstraße zu engagieren. „Diese Verkaufsfläche darf nicht verloren gehen. Man muss versuchen, dort Fachmärkte anzusiedeln, um auch zukünftig für die Kunden eine attraktive Innenstadt anbieten zu können. Die Ansiedlungs-Devise in Peine muss lauten: Innenstadt vor Gewerbegebiet.“

Es sei doch denkbar, das City-Center durch Abriss oder Teilabriss so umzugestalten, dass der Komplex wieder für Investoren interessant wird. „Und auch der Erhalt des Parkhauses ist immens wichtig, denn die neue City-Galerie bietet ja überhaupt keine Parkplätze. Alleine deswegen benötigt man unbedingt Parkraum in direkter Nähe, denn kein Kunde akzeptiert mehr weite Wege zum eigenen Auto“, ist sich der Fachmann sicher.

Thomas Kröger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

0c19d8a6-b715-11e7-b2bc-1ed82c2171d1
Street-Food-Festival in Peine

Das war es: das 1. Peiner Street Food Festival am vergangenen Wochenende auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Satt sollte dort jeder geworden sein, denn die insgesamt 58 Stände boten Kulinarisches für Jedermann.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung