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Neues zum Mord an Hans Marburger

Peine Neues zum Mord an Hans Marburger

Peine. Ganz neue Einblicke und Erkenntnisse in das dunkelste Kapitel der Stadt Peine liegen ab jetzt in Form von Gerichtsunterlagen im Stadtarchiv vor.

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wurde von den Nazis zerstört: Die Synagoge an der heutigen Hans-Marburger-Straße

Quelle: oh

Peine. Es geht um den Mord am 17-jährigen Hans Marburger durch die Nationalsozialisten am 10. November 1938 in der jüdischen Synagoge, die damals in der sogenannten Reichskristallnacht angezündet und zerstört wurde. Aufgrund der Akten ist faktisch erwiesen, dass der Jude Marburger vom Hauptsturmbannführer der Schutzstaffel (SS), Paul S., erschossen wurde - auch die SS-Männer Helmut H. und Friedrich W. waren an dem Mord beteiligt. Gestern übergab der Vorsitzende des Peiner Fördervereins für Jugend und Kultur, Hans-Hinrich Munzel, sechs Akten mit etwa 900 Seiten über die Gerichtsprozesse (1949 und 1950) aus den Beständen des niedersächsischen Landesarchivs Hannover an Peines Bürgermeister Michael Kessler und Stadtarchivar Michael Utecht.

Munzel sagte: „Somit hat jeder Interessierte die Möglichkeit, sich vor Ort über dieses schreckliche Verbrechen und eines der wichtigsten Ereignisse der Peiner Stadtgeschichte zu informieren. Der Text ist hoch beeindruckend und auch für Nicht-Juristen verständlich.“ Der Förderverein hat etwa 1000 Euro investiert, um die Kopien dem Stadtarchiv übergeben zu können.

Stadtarchivar Michael Utecht betonte: „Für uns sind die Unterlagen ein höchst bedeutsamer Neuzugang und eine wichtige Bereicherung der Bestände. Bisher war der Zugang zu den Prozessakten im Landesarchiv Hannover mit erheblichem Aufwand verbunden. Nun wird es für die lokale Geschichtsforschung wesentlich einfacher, diese Texte zur Aufhellung der genauen Umstände des Mordes an Hans Marburger und des Synagogenbrandes zu nutzen.“ Bürgermeister Michael Kessler bedankte sich für die Übergabe der Akten und erklärte: „Ich könnte mir vorstellen, dass ein Historiker oder eine gymnasiale Oberstufenklasse die Schriften analysieren könnte.“

tk

• Das Stadtarchiv am Windmühlenwall 26 ist montags bis mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet.

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