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Neue Wege in die Innenstadt: Preisträger punkten mit mutigen Ideen

Peiner Städtebauwettbewerb Neue Wege in die Innenstadt: Preisträger punkten mit mutigen Ideen

Das Votum war einstimmig: Der mit 15000 Euro dotierte 1. Preis des Städtebauwettbewerbs Schützenplatz/Werderpark geht an die Bürogemeinschaft Lohaus & Carl Landschaftsarchitekten und Partner. Aus Sicht der Jury erfüllt deren Entwurf die Vorgabe - die Aufwertung der Wege in die Innenstadt - am besten. Die Sieger punkteten mit viel Grün, großzügig gestalteten, höhengleichen Pflasterflächen - und einer mutigen Idee für den Post-Komplex.

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Diese Simulation zeigt, wie die Perspektive von der Glockenstraße künftig aussehen könnte: In der Mitte ist ein virtueller Neubau des Post-Komplexes zu sehen, links die City-Galerie, im Hintergrund ist das Rathaus zu erkennen.

Peine. Aus 112 Bewerbungen, teilweise auch aus dem Ausland, waren 20 Bürogemeinschaften, neben den acht Gesetzten, ins Teilnehmerfeld gelost worden. 24 davon reichten ihre Arbeiten fristgerecht ein. Die Qualität der Beiträge werteten Bürgermeister Michael Kessler (SPD) und Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey durgängig als hoch. Es habe eine breite Palette an Vorschlägen zur Verbesserung der Wege von Schützenplatz und Werderpark in die Innenstadt gegeben.

Der Siegerentwurf biete eine sehr gute Grundlage, um in mehreren Schritten umgesetzt zu werden, sagte Kessler gestern bei der Preisverleihung im Rathaus, zu der etwa 70 Gäste gekommen waren. Vor dem Hintergrund knapper Kassen war das ein wichtiges Kriterium. Der erste Bauabschnitt, in dem der Bereich Schützenstraße und Glockenstraße aufgewertet werden soll, sei noch vor dem Europaschützenfest 2015 geplant.

Der Siegerentwurf beinhaltet unter anderem den Abriss und Neubau des Post-Komplexes. Auf diesen hat die Stadt Peine derzeit allerdings keinen Zugriff, da er einem internationalen Finanzfonds gehört. Bürgermeister Kessler sieht den Wettbewerb aber als gute Grundlage, eine Veränderung herbeizuführen.

Auch wenn die Post bei der Planung vorerst außen vor gelassen werden muss, wertet Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey den Siegerentwurf als Gewinn für Peine. Denn eine der Stärken dieser Arbeit sei, dass große Teile davon auch einzeln funktionierten. Beispiel: Der geplante "Shared-Space-Bereich" mit einer durchgängig höhengleichen Pflasterung am Knotenpunkt Glockenstraße/Schützenstraße.

Hintergrund I - die wesentlichen Fakten

Aufgrund der Komplexität der Kriterien und Aufgabenstellung war die Stadt Peine bei der Durchführung des Wettbewerbs auf externe Unterstützung angewiesen. So fungierte Stadtplaner Reinhard Drees (Bielefeld) als Vorprüfer, zudem übernahm Prof.Walter Ackers (Braunschweig) aus dem Kreis der Preisrichter den Vorsitz. Ackers berät die Verwaltung bereits in anderen städtebaulichen Fragen.

Einige der wesentlichen Fakten des Siegerentwurfes:

In der Verlängerung der Kantstraße entsteht an der Westseite des Schützenplatzes eine großzügig dimensionierte Nord-Süd-Promenade für Fußgänger und Radfahrer.

Übersichtlich gestalteter Übergang zur Schützenstraße.

In Ost-West-Richtung entsteht eine klar gefasste Achse vom Stadtpark in die Innenstadt über den Schützenplatz, der durch die Verlegung der Richard-Langeheine-Straße effektiver organisiert wird.

Der Werderpark wird nach Süden erweitert: Eine neue städtebauliche Figur des „PostCarrees“ ermöglicht es, den Werderpark bis an die Schützenstraße zu bringen. Damit wird aus dem bisher isolierten Werderpark ein verbindendes Freiraumelement.

Der gesamte Bereich zwischen Bahnhofstraße, Beethovenstraße, Bahnhofsplatz und Schützenstraße wird einheitlich gepflastert.

Durch das geplante Post-Carree werden neue Perspektiven geschaffen, zum Beispiel der Blick vom Bahnhof zum Rathaus.

Ob alle Punkte umgesetzt werden, steht noch nicht fest, über den ersten Bauabschnitt (siehe Text oben) soll nun aber so schnell wie möglich beraten werden. Auch die Kosten müssen noch ermittelt werden.

Die Durchführung des Wettbewerbs hatte der Rat der Stadt Peine bereits im September 2007 beschlossen. Die Finanzkrise und das Konjunkturpaket des Bundes bremsten das Vorhaben.

Hintergrund II - die Preisträger

1. Preis (15000 Euro): Irene Lohaus und Peter Carl Landschaftsarchitekten, Architekten Busch sowie Hübotter und Stürken (alle Hannover).

2. Preis (10000 Euro): Planer Kreikenbaum/Heinemann (Bremen) mit Bach-Schwarzbrunn-Zabries Arch. (Stendal).

3. Preis (7000 Euro) r+b landschafts architektur (Dresden) und Kellner, Schleich, Wunderling Architekten (Hannover).

4. Preis (5000 Euro): ST raum Landschaftsarchitekten (Berlin) und Gondesen und Wenzig Architekten (Braunschweig).

Anerkennung (4000 Euro): nsp stadtplaner (Hannover) und Schneider und Sendelbach Architekten (Braunschweig).

Anerkennung (4000 Euro): Freiraumpioniere Hamberger (Weimar) und UmbauStadt (Berlin).

mic

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