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Neue Pumpstation ist in Betrieb

Dungelbeck Neue Pumpstation ist in Betrieb

Dungelbeck. Fertig! Nach zwei Jahren Bauzeit wurden die neue Abwasserpumpstation in Dungelbeck in Betrieb genommen. Rund 2,5 Millionen Euro hatte die Stadtentwässerung Peine (SEP) in den Neubau investiert.

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Hier wird die Eisensalz-Zufuhr reguliert: Friedrich Pröve erklärt die Anlage.

Quelle: im

Monatelang hatten die Anlieger hinnehmen müssen, dass Lastwagen um Lastwagen Richtung Trochgraben fuhr. „Es wurden allein über 1200 Tonnen Beton benötigt“, erklärt Projektleiter Friedrich Pröve. Ortsbürgermeister Bernd-Detlef Mau lobt: „Die Dungelbecker haben sich nicht über den Lärm durch die Baufahrzeuge beschwert. Dafür bedanken wir uns ganz besonders.“

Vorteile ergeben sich für sie allerdings auch: Beispielsweise sollen durch die neue Anlage der Tochgraben und der Pisserbach biologisch/chemisch deutlich entlastet werden. Bei Starkregen kann das neue Regenrückhaltebecken (1200 Kubikmeter groß) deutlich mehr Wasser aufnehmen, das in erster Linie zur Zentralkläranlage Vöhrum gepumpt wird.

Apropos Rückhaltebecken: Beim Bau der schwimmbeckengroßen Grube hatten die Planer mit dem hohen Grundwasserstand zu kämpfen. SEP-Leiter Oliver Tatge erklärt: „Das Grundwasser steht hier nur 30 Zentimeter unter der Oberfläche. Und da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, ist keine Absenkung möglich.“

Die Lösung: Der Sockel des Rückhaltebeckens hat meterlange Betonpfähle, die im Boden stecken und durch Reibungs-Widerstand verhindern, dass der Sockel durch das Grundwasser angehoben wird. Auch für den Bau des zehn Meter tiefen Pumpstation-Gebäudes musste ein spezielles Verfahren angewendet werden.

Neben den beiden Pumpen, dem Herzstück der Anlage, ist im Gebäude auch die Schalttechnik untergebracht. Sie wird von der Zentralkläranlage Vöhrum aus gesteuert, Menschen arbeiten in der Dungelbecker Anlage nur zur Wartung und falls Probleme auftreten. Ebenfalls im Gebäude befindet sich eine Anlage, die dem Abwasser Eisensalz hinzufügt. Denn: „Wenn Abwasser lange Zeit steht, bildet sich hochgiftiger Schwefelwasserstoff, der die Rohre zersetzt“, erläutert Pröve. Durch das Eisensalz wird dies verhindert. Tatge nennt die positiven Effekte: „Die Rohre halten länger, die Arbeitssicherheit ist höher und es entsteht weniger Geruch.“

Als nächstes wird die Kläranlage Schmedenstedt durch eine Pumpstation ersetzt und das Wasser fortan zur Anlage nach Dungelbeck gepumpt. Deren Technik soll 15 Jahre lang halten, der Bau sogar mindestens 50 Jahre.

ale

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