Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Neue Kooperation zwischen Landkreis und Betreuungsverein

Peine Neue Kooperation zwischen Landkreis und Betreuungsverein

Bei Pflegschaften und Vormundschaften für Minderjährige arbeiten das Jugendamt des Landkreises Peine und der Peine. Peiner Betreuungsverein künftig eng zusammen. Von den derzeit rund 100 Fällen übernimmt der Betreuungsverein zunächst etwa die Hälfte. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten beide Parteien gestern im Kreishaus.

Voriger Artikel
Peine: Neue Männer braucht der Städtische Chor
Nächster Artikel
Duttenstedt: Ausbau muss wieder verschoben werden

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (v.l., vorn): Anette Apel (Landkreis) und Anita Denker (Betreuungsverein-Vorsitzende) sowie hinten (v.l.): Olaf Heimburg, Yvonne Krüger, Michael Gruber und Nadine Schacht.mic

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit sei eine Änderung des Vormundschaftsgesetzes gewesen, erklärte Sachgebietsleiter Olaf Heimburg. Seitdem dürfen amtliche Betreuer nicht mehr als 50 Fälle übernehmen. Ziel sei die Stärkung des persönlichen Kontakts zwischen Vormund und Mündel. Der Betreuungsverein beschäftigt für seine neue Aufgabe zwei nach Haustarif bezahlte Mitarbeiterinnen, die jeweils bis zu 30 Fälle übernehmen. Die Finanzierung erfolgt zum Teil über Vergütungen durch das zuständige Vormundschaftsgericht - also über das Land - und über Fallpauschalen (21 Euro im Monat), für die der Kreis aufkommt.

Zum Kooperationsvertrag zählen auch so genannte Querschnittsaufgaben, erklärte der Geschäftsführer des Betreuungsvereins, Michael Gruber. Demnach sollen Ehrenamtliche, die bereits Vormundschaften führen oder künftig führen wollen, geworben, geschult und begleitet werden. Die Zahl der betreuten Fälle sei in den vergangenen Jahren steil angestiegen, erklärte Heimburg. Waren es vor fünf Jahren noch 30 sind es jetzt bereits 100 Fälle. Als Gründe führte er „die gestiegene Wachsamkeit in der Bevölkerung“ an, für die auch der Fall Kevin verantwortlich sei: 2006 wurde das zweijährige Kind in Bremen tot im Kühlschrank seines drogenabhängigen Ziehvaters gefunden.

Die aktuell 100 Fälle im Kreis reichten vom Neugeborenen, dessen Eltern überfordert sind, über den problembehafteten Teenager bis zur minderjährigen Mutter, die Hilfe braucht. Komplizierte Fälle, so Heimburg, sollen auch künftig in der Zuständigkeit des Jugendamts bleiben, dem dafür 1,5 Stellen zur Verfügung stehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung