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Neubau soll City-Center von Fuzo abkoppeln

Peine Neubau soll City-Center von Fuzo abkoppeln

Zwei viel versprechende Entwürfe hat die Stadt Peine gestern für die Hertie-/City-Center-Brache vorgestellt. Die Planer sind einmal von der Einbindung und einmal vom Abriss des leer stehenden Kaufhaus-Komplexes ausgegangen. Beide Varianten sehen vor, den Zugang von der Fußgängerzone mit einem Neubau zwischen Wäsche Peix und dem Blumengeschäft zu minimieren – und damit den Druck auf die Hertie-/City-Center-Besitzer zu erhöhen.

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Blick vom Härke-Ausschank in Richtung City-Center und Hertie: Zwischen Wäsche Peix (links) und dem Blumengeschäft (rechts) können sich die Planer den Neubau eines Gebäude-Komplexes vorstellen, der das brach liegende Areal von der Fußgängerzone abkoppelt.

Quelle: mic

Peine. Als Hauptproblem stellen sich nämlich nach wie vor die komplizierten Besitzverhältnisse des insgesamt 12 800 Quadratmeter großen Areals  dar. Eigentümer sind die britische Fonds-Gesellschaft HIDD und der amerikanische Renten-Fonds Heddon. Beide sind insolvent. Für den Hertie-Komplex steht ein Kaufpreis von rund zehn Millionen Euro im Raum, obwohl der Bodenrichtwert nur bei rund 2,5 Millionen Euro liegt.

Die Stadt hofft, dass die Besitzer von der höheren Forderung abrücken, wenn dem Areal durch einen Neubau  – möglicherweise mit Wohnungen und Läden – der Charakter als öffentlicher Raum entzogen wird. Dafür will die Stadt einen Investor gewinnen.

Beide Entwürfe sind nur Beispiele und lassen für einen potenziellen Investor gezielt großen Spielraum für die Gestaltung. Denkbar seien Gesundheits- und Freizeitangebote, Nahversorgung und städtisches Wohnen in allen möglichen Formen. Der Durchgang soll zwar minimiert, aber erhalten bleiben.

Dass ein Investor wieder ein Kaufhaus bauen oder betreiben will, schließen die Planer so gut wie aus: „Das Modell Kaufhaus hat die Städte vor 30 Jahren beflügelt“, erklärt Stadtplaner Professor Walter Ackers. Heute seien die Strukturen andere.

Mit den beiden Entwürfen, die von Stadtplaner Ackers (Braunschweig) stammen, hatte sich Peine als eine von acht Städten gegen bundesweit 130 Kommunen bei einem Modell- und Forschungswettbewerb des Bundes durchgesetzt (PAZ berichtete). Laut Bürgermeister Michael Kessler erhält die Stadt Peine bis 2014 insgesamt 260 000 Euro vom Bund, um ihre Ideen zu forcieren – und muss einen Eigenanteil von 65 000 Euro aufbringen. Kessler: „Das Geld gibt uns eine gewisse Handlungsfreiheit und öffnet unsere Kreativität.“

Im nächsten Schritt will die Stadt Peine Kontakt mit den Eigentümern und örtlichen Akteuren aufnehmen. Zudem wollen sich die bundesweit acht Preisträger untereinander austauschen.  Kessler: „Bis 2014 wollen wir ein großes Stück weiter sein.“ Der geplante Neubau sei jedenfalls schon einmal ein starkes Signal an die Eigentümer des Hertie-/City-Center-Areals.

mic

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