Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Netto-Räuber: Bis zu fünf Jahre Haft gefordert

Peine Netto-Räuber: Bis zu fünf Jahre Haft gefordert

Peine. Haftstrafen von vier und fünf Jahren für die beiden 22-Jährigen sowie drei Jahre und drei Monate Jugendstrafe für den 19-Jährigen hat die Erste Staatsanwältin Christina Pannek für die drei jungen Männer gefordert, die im April zwei Netto-Märkte in Peine Stederdorf und Telgte überfallen und ausgeraubt haben (PAZ berichtete).

Voriger Artikel
Peine: Sprachlernklassen für Flüchtlingskinder
Nächster Artikel
Gymnasiasten gewinnen Bonhoeffer-Preis

Zwei der Angeklagten mit Dolmetscher und Verteidigern vor dem Landgericht.

Wer der Ideengeber der Taten war, habe sich nicht beweisen lassen, sagte Pannek. Alle drei Angeklagte waren vor Gericht geständig. Einer von ihnen, der als Halter des Tatfahrzeugs als Erster ermittelt wurde, hatte aber sein Geständnis sofort nach der Festnahme abgelegt. Auch die erste Tat räumte er gleich ein, bei der sein Auto nicht erkannt worden war, und nannte außerdem die bis dahin unbekannten Mittäter. Das wirkte sich strafmildernd aus.

Da er arbeitslos war und ein kleines Kind zu versorgen hatte, sei seine finanzielle Notlage als Motiv auch am ehesten nachvollziehbar, so die Staatsanwältin.

Die Angabe des Jüngsten, er habe erst kurz vor dem ersten Überfall von dem Vorhaben der Freunde erfahren und auch gar nicht Schmiere gestanden, sondern nur auf die beiden gewartet, halte sie für eine Schutzbehauptung. Immerhin hatte der Jüngste den gleichen Anteil der Beute erhalten.

Staatsanwältin Pannek ging außerdem davon aus, dass es der 19-Jährige war, der beim zweiten Raub die Schreckschuss-Pistole bei sich hatte und sie einer der Angestellten an den Kopf hielt. Sie folgerte dies aus den Aussagen der Zeuginnen. Eine Bewährungsstrafe, wie sie der Vertreter der Jugendgerichtshilfe Lehrte angeregt hatte, sei bei diesen Taten nicht angebracht, meinte Pannek.

Das sah Verteidiger Habat Khider anders: Beim ersten Raub sei sein Mandant von den Plänen seiner Bekannten überrascht worden. Er habe sich der Situation kaum entziehen können und sei nur wegen Beihilfe zu belangen. Die Untersuchungshaft habe ausreichend Eindruck auf den Heranwachsenden gemacht. Daher beantragte der Anwalt eine Bewährungsstrafe.

Die Anwälte der beiden anderen Angeklagten, Dündar Kelloglu und Malte Schönekäs sowie Rainer B. Ahues, plädierten dafür, die Fälle als minderschwer zu bewerten. Sie verwiesen vor allem auf die belastende familiäre Situation ihrer Mandanten und beantragten, mildere Strafen zu verhängen.

Alle Verteidiger forderten die Aufhebung der Haftbefehle bis zum Strafantritt, damit die Angeklagten ihre Angelegenheiten regeln und sich von ihren Familien verabschieden könnten. Die drei Angeklagten drückten in ihrem letzten Wort ihr Bedauern und ihre Reue aus. Die Urteilsverkündung ist für Mittwoch angesetzt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung