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Netto-Prozess: Drei Räuber müssen ins Gefängnis

Peine/Hildesheim Netto-Prozess: Drei Räuber müssen ins Gefängnis

Peine. Sie überfielen die Netto-Märkte in Stederdorf und Telgte, jetzt müssen ein 19-jähriger und zwei 22 Jahre alte Räuber ins Gefängnis. Die Strafen fielen allerdings milder aus, als von der Staatsanwaltschaft beantragt.

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Landgericht Hildesheim: Hier wurde verhandelt.

Quelle: A

Das Urteil vor dem Landgericht Hildesheim im Netto-Prozess ist gefallen: Die drei geständigen Männer, die im April die Supermärkte überfallen hatte, müssen für Jahre in Haft. Die von der Verteidigung angestrebte und von der Jugendgerichtshilfe angeratene Bewährungsstrafe für den mit 19 Jahren Jüngsten der Täter gab es nicht. Der Heranwachsende wurde - wegen Reifeverzögerungen nach Jugendrecht - zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die beiden 22 Jahre alten Mittäter wurden zu Freiheitsstrafen von dreieinhalb und viereinhalb Jahren verurteilt. Der Unterschied bei den Strafen erklärt sich daraus, dass es für einen von ihnen eine Strafmilderung gab. Er hatte durch sein frühzeitiges Geständnis zur Aufklärung der Fälle beigetragen: Nachdem er für den zweiten Raub in Verdacht geraten war, gab er auch den ersten Raub zu und nannte seine Mittäter.

Minderschwere Fälle sah die Kammer unter Vorsitz von Richterin Dr. Jana Christina Zapf nicht. Dagegen sprächen die schweren Folgen der Raubüberfälle: nicht nur, dass die Beute mindestens 14 100 Euro betrug, sondern vor allem die psychischen Folgen für die Markt-Angestellten, die Opfer der Überfälle wurden. Einer von ihnen gab als Zeuge an, seither noch nicht wieder arbeitsfähig zu sein.

Wer Ideengeber für die Raubüberfälle war, lasse sich nicht sicher feststellen, hieß es in der Urteilsbegründung. Auch welcher der drei Räuber einer Angestellten beim zweiten Überfall die Schreckschusspistole an den Kopf hielt und die Opfer mehrfach damit bedrohte, ließ sich nach Ansicht des Gerichtes nicht klären. Die Zeugenaussagen ließen keinen sicheren Schluss zu. Darauf komme es aber auch nicht an, so die Vorsitzende. Letztlich müssten sich die Angeklagten als Mittäter alle drei das gesamte Tatgeschehen anlasten lassen.

Einer Entlassung bis zum Strafantritt für die drei Männer, die bis jetzt in Untersuchungshaft saßen, stimmte das Gericht nicht zu. Sie bleiben im Gefängnis.

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