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„Nelson Mandela war ein Held und ein großes politisches Vorbild“

Kreis Peine „Nelson Mandela war ein Held und ein großes politisches Vorbild“

Kreis Peine. Nelson Mandela, der südafrikanische Held der Versöhnung, Freiheit und Demokratie, starb mit 95Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Obwohl er schon längst nicht mehr aktiv die Geschicke der Politik am Kap gestaltet hat, war er doch stets die moralische Instanz. Die PAZ hörte sich zum Tode von Nelson Mandela bei Peiner Politikern um und fragte sie nach ihren Erinnerungen und ihrer Einschätzung der Lage.

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Nelson Mandela ist diese Woche verstorben.

Quelle: A

Ganz eigene Erfahrungen hat Peter Baumeister von den Grünen mit dem Thema gemacht. Noch während Mandela in Haft saß (von 1964 bis 1990), organisierte er mehrere Projekte. „Dabei haben wir mit den Schülern auch an Politiker geschrieben und Unterstützung gefordert, Mandela aus der Haft zu lassen“, erinnert sich Baumeister. Die PAZ berichtete darüber am 18.Mai 1978 und am 10.November 1988.

Für den Peiner SPD-Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil ist Mandela ein Held der Freiheit und der Versöhnung. „Und mit diesen Begriffen gehe ich vorsichtig um“, sagt Heil. Es sei beeindruckend gewesen, dass Mandela schon aus dem Gefängnis heraus eine Leitfigur war. Dass er trotz seiner langen Haftzeit als Präsident des Landes die Versöhnung vorantrieb, sei eine riesige Lebensleistung. „Außerdem war Mandela ein Freund Willy Brandts und die Kontakte zwischen Mandelas Partei ANC und der SPD bestehen noch heute.“

Die Kreistagsvorsitzende Eva Schlaugat (SPD) bezeichnet es als beeindruckend, dass Mandela nach 27Jahren Haft weiter Friedenspolitik gemacht habe. Sie hofft, dass mit seinem Tod nun nicht auch das Ende des Weges der Versöhnung und des Ausgleichs in Südafrika eingeläutet werde.

Das sieht der stellvertretende CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Arnim Plett ähnlich: „Südafrika ist immer noch in einer schwierigen Situation und die Hoffnungen vieler in der schwarzen Bevölkerung sind nicht erfüllt – trotz des Endes der Apartheid.“ Mandela selbst bezeichnet Plett als „historische Persönlichkeit“ für die Geschichte Afrikas.

Peines FDP-Chef Holger Flöge nennt es eine unschätzbare Lebensleistung, die Mandela vollbracht habe. „Er wollte keine Rache, trotz aller Ungerechtigkeiten in der langen Zeit der Unterdrückung“, sagt Flöge. Zur Zukunft Südafrikas ergänzt der Politiker: „Die Identifikation mit seiner Idee der Versöhnung war Staatsräson, sein Tod wird es nicht leichter machen, die inneren Probleme Südafrikas zu lösen.“

pif

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