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Nachwuchs-Autoren erzeugten hohe Kriminalitätsdichte

Peine Nachwuchs-Autoren erzeugten hohe Kriminalitätsdichte

Peine. Als Mörder gilt, wer beispielsweise heimtückisch, grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln aus niedrigen Beweggründen einen Menschen tötet.

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Die Peiner Krimi-Gemeinde lauschte mit Bürgermeister Michael Kessler (2.v.l.) dem kriminellen Treiben.

Wer sich die lebenslange Haftstrafe ersparen möchte, lässt sich entweder nicht erwischen oder presst seine mörderischen Pläne zwischen Buchdeckel und kombiniert so strafrechtliche Unbescholtenheit mit Literaten-Ruhm. Jenen zu erwerben, rackerten sich elf Autorinnen und Autoren aus dem Peiner Land mehr als ein Jahr lang ab, um ihre kreativ-kriminelle Energie in kurzen Storys in Peiner Umgebung schriftstellerisch zu verwursten und dauerhaft unter dem Buch-Titel „Peine - stahlhart und todsicher“ zu konservieren.

Im Kreismuseum präsentierte die Peiner Krimi-Gesellschaft nun gemeinsam mit dem Hottenstein-Verlag ihre Premierenlesung - bei hohem Publikumsinteresse, versteht sich.

Heimtücke und Brutalität lassen sich vom Literatur-Verbraucher im vertraut-heimatlichen Umfeld natürlich sehr viel müheloser nachvollziehen, der Autor darf sich entsprechende sprachliche Bemühungen ersparen und schneller zum Kern des Verbrechens kommen.

Trotz der hohen Autorenzahl gelang es, die Veranstaltung durch geschickte Textauswahl dessen was „alles frei erfunden in kreativen Stunden“, nicht zu einer mörderischen Mammutveranstaltung auswachsen zu lassen. Wobei man die lesenden Schreiber durch kalte Seminar-Raum-Atmosphäre, uninspirierte Beleuchtung und den Vortrag bei selbst gehaltenem Mikrofon durchaus extremen Bedingungen ausgesetzt hatte.

Trotzdem wurde vor kreativer Dekoration aus Leichenteilen auf Doppel-T-Trägern erzählerisch gemordet und gemeuchelt - selten todernst aber oft humorvoll. Apropos Humor: Als beispielsweise Autorin Kathrin Bolte aus ihrem Freischießen-Drama „Der König ist tot“ die Stelle zitierte, in der es heißt: „Kessler tritt näher an das Mikrofon“, erhob sich Peines Bürgermeister Michael Kessler höchstpersönlich von seinem Platz im Publikum und zitierte sich selbst. Unbeschreiblicher Applaus!

Der gebührt aber auch all den anderen beteiligten Nachwuchs-Autoren, von denen sich die meisten noch bis vor gut einem Jahr ein publizierbares Schreibtalent gar nicht zugetraut hatten. Wobei nun sicher nicht nur das schriftliche Ergebnis zählt sondern auch das Gemeinschaftserlebnis und entstandene Freundschaften, gegenseitiger Umgang mit Kritik, Durchhaltewillen und nicht zuletzt das Erfolgserlebnis, von dem auch die Leser profitieren.

uj

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