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Nachbarschaftsstreit eskalierte: 900 Euro Strafe

Peine Nachbarschaftsstreit eskalierte: 900 Euro Strafe

Peine. Weil ein Nachbarschaftsstreit mit einer Backpfeife endete, muss ein 39-jähriger Peiner nun eine Geldstrafe von 900 Euro bezahlen. Das Amtsgericht verurteilte den gebürtigen Iraker zu dieser Strafe.

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Der Fall wurde am Amtsgericht in Peine verhandelt.

Quelle: mgb

Peine. Im Juni diesen Jahres kam es in einer Wohnsiedlung in Stederdorf im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Das spätere Opfer hatte von außen die Haustür aufgeschlossen und dabei versehentlich - so ergab es die Beweisaufnahme - den Sohn des Angeklagten mit der Tür getroffen. Er entschuldigte sich daraufhin bei dem Kleinkind, das in der Zwischenzeit lautstark auf sich aufmerksam machte. Vom Weinen und Schreien des Kindes alarmiert, kam dessen Familie zum Ort des Geschehens gelaufen. Der Angeklagte beschimpfte den Unglücksraben, gab ihm eine Backpfeife, die diesen zu Boden brachte.

In der Gerichtsverhandlung jedoch schilderte der Angeklagte die Geschehnisse ganz anders. Ihm zufolge stand das Opfer auf der obersten von fünf Treppenstufen und wollte den angeklagten Vater von vier Kindern treten. Dabei habe er das Gleichgewicht verloren und sei zu Boden gefallen. Diese Version erzählten vor Gericht auch die Familienmitglieder. Dabei verstrickten sie sich allerdings immer wieder in Widersprüche. So behauptete eine Zeugin, genau gehört zu haben, was Angeklagter und Opfer miteinander gesprochen haben, brauchte aber vor Gericht einen Dolmetscher und bestätigte auf Nachfrage mehrfach, dass sie kein Deutsch verstehe. Irgendwann platzte der Staatsanwältin der Kragen: „Ich glaube Ihnen kein Wort und werde nun ein Verfahren wegen Falschaussage einleiten.“

Schlussendlich waren sich Staatsanwaltschaft und Strafgericht einig, dass der Angeklagte genau so gehandelt hatte, wie er angeklagt wurde. Die Aussagen von Opfer, Polizei und einer weiteren Zeugin überzeugten das Gericht, dass das Opfer eine Backpfeife bekommen hatte und daraufhin zu Fall kam. „Die sichtbaren Rötungen seitlich des Ohres sprechen nicht dafür, dass das Opfer nach hinten gefallen ist, als er angeblich das Gleichgewicht verlor“, sagte der Richter. Die Strafe von 90 Tagessätzen zu je zehn Euro ergeben sich aus den wirtschaftlichen Verhältnissen des Angeklagten, der Hartz-IV-Empfänger ist. Negativ wirkte sich dabei aus, dass er bereits neun Einträge wegen Körperverletzung, Diebstahl, Sachbeschädigung und Leistungserschleichung hat. Zugute wurde ihm gehalten, dass er sich in der Zwischenzeit entschuldigt und man ein klärendes Gespräch geführt hat.

bol

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