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Nach zwei versuchten Totschlägen: Wichtig ist jetzt die Opferhilfe

Peine Nach zwei versuchten Totschlägen: Wichtig ist jetzt die Opferhilfe

Es ist Tag vier und fünf nach den zwei brutalen Übergriffen in Peine (PAZ berichtete, siehe Infotext). „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, teilte gestern der Sprecher der Hildesheimer Staatsanwaltschaft Bernd Seemann mit. Doch was geschieht mit den Geschädigten nach solch extremen Gewalttaten? Die Opferhilfe „Weißer Ring“ wird voraussichtlich die Betreuung der misshandelten Frau aus der Badestraße übernehmen.

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Eine Frau feuerte in der Beethovenstraße auf ein Fahrschulauto

Quelle: A

Gerhard Welge von der Hilfsorganisation weiß: „Nach Vorfällen wie diesem sind die Opfer meist, zumindest für den Moment, psychisch gestört.“ Es sei wichtig, den Betroffenen zur Seite zu stehen. Dazu gehört etwa menschlicher Beistand, die Begleitung zu Polizei- oder Gerichtsterminen und die Vermittlung an weitere Organisationen.

In der medialen Berichterstattung würden die Geschädigten oft schier vergessen, sagt Welge. Denn: „Wenn alle den Täter jagen, wer bleibt dann bei den Opfern?“

Die Peiner Polizei arbeitet daher eng mit dem Weißen Ring zusammen. Nach einem Gewaltdelikt werden die Betroffenen mit ihrem Einverständnis an die Hilfsorganisation vermittelt. Ein Betreuer unterstützt die Traumatisierten und hilft ihnen, zurück in ihren Alltag zu finden.

Der aktuelle Fall zeige zudem, wie wichtig Zivilcourage sei, betont Welge. „Der Nachbar hat genau richtig gehandelt, indem er die Polizei alarmiert hat.“ Es nütze nichts, den Helden zu spielen und sich in Gefahr zu bringen. Aufmerksam sein, Hilfe holen und als Zeuge zur Verfügung stehen, das sei Zivilcourage.

ck

Hilfesuchende können sich an das Opfertelefon des Weißen Rings wenden unter der Nummer 116006.

Info

Die Vorfälle vom Wochenende:

Seit dem vergangenen Wochenende beschäftigen zwei schockierende Gewaltdelikte Ermittler, Betroffene und Außenstehende. Am späten Freitagabend eskalierte ein Streit in der Badestraße. Dabei griff ein 35-Jähriger mit einem Baseball-Schläger und Küchenmesser seine Partnerin an. Ihre Hilfeschreie hörte ein Nachbar und alarmierte die Polizei. Die 40-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Ihr vorbestrafter Freund sitzt nun in Untersuchungshaft.

Am Samstagnachmittag hatte eine Peinerin ihren ehemaligen Fahrlehrer in dessen Wagen in der Beethovenstraße abgepasst. Nach einem Gespräch wollte der 42-Jährige schließlich mit zwei Schülern im Auto zu seiner Fahrstunde aufbrechen. Er sah, wie die 40-Jährige eine Waffe zog, und lenkte den VW vom Beifahrersitz aus weg. Die Frau feuerte ab und traf dreimal das Heck. Die Insassen blieben unverletzt. Später wurde die Täterin gestellt.

ck

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