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Nach dem Wahlsieg: Wird Einhaus Staatssekretär?

Kreis Peine Nach dem Wahlsieg: Wird Einhaus Staatssekretär?

Paukenschlag: Laut PAZ-Informationen wird Landrat Franz Einhaus (SPD) nach dem rot-grünen Landtags-Wahlsieg als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in Hannover gehandelt. Minister könnte Olaf Lies werden.

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Landrat Franz Einhaus: geht er nach Hannover?

Kreis Peine. Der frisch gewählte SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Möhle kann sich gut vorstellen, dass Einhaus einen Posten in Hannover bekleidet. „Es wäre sicher hilfreich, wenn wir zu zweit an unterschiedlichen Stellen für den Landkreis Peine wirken können“, sagte Möhle. Mit der Wahl sind Silke Weyberg (CDU), die nicht mehr antrat, und Dr. Manfred Sohn (Die Linke), der den Wiedereinzug in den Landtag verpasste, aus dem Landesparlament ausgeschieden.

„Ich habe aus Hannover noch keine entsprechenden Signale bekommen, dass ich dort für einen Posten gehandelt werde“, sagte Einhaus auf PAZ-Nachfrage und betonte: „Mir macht die Aufgabe als Peiner Landrat sehr viel Spaß und ich kann mir vorstellen, dass ich diese Aufgabe noch viele Jahre ausfülle.“ Dass er trotzdem gehandelt werde, hänge vielleicht damit zusammen, dass er als Peiner Landrat durchaus in der Landespolitik mitmische.

Einhaus ist Landesvorsitzender der sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik. Zudem sitzt der Landrat im Vorstand des niedersächsischen Landkreis-Tages. Trotzdem sei es eine theoretische Diskussion, die um seine Person geführt werde, erklärte Einhaus. Dennoch fühle er sich geschmeichelt, dass ihm ein Posten als Staatssekretär zugetraut werde.

Doch Möhle machte abschließend auch seinen Zwiespalt deutlich. Denn in seiner Funktion als Peiner Kreistagsabgeordneter würde er einen Wechsel von Einhaus in die Landeshauptstadt Hannover dann doch bedauern. „Wir haben einen kompetenten Landrat in Peine, der bereits viel Gutes für den Landkreis bewirkt hat“, sagte Möhle. Entsprechend würde er sich freuen, wenn Einhaus dem Peiner Land auch erhalten bleibe.

Als möglicher Nachfolger von Einhaus als Peiner Landrat wird immer wieder der Erste Kreisrat Henning Heiß genannt, der die Entwicklung und Spekulationen um seine Person gestern nicht kommentieren wollte: „Landrat Franz Einhaus hat mir persönlich gesagt, dass er sich vorstellen kann, noch lange als Landrat in Peine tätig zu sein und ich arbeite hier gern mit ihm zusammen“, sagte Heiß.

pif

Stellungnahme: "Einhaus wäre ein geeigneter Kandidat"

Zum möglichen Wechsel von Landrat Franz Einhaus nach Hannover erklärt Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) : „Ich persönlich habe keine belastbaren Informationen zu dieser Frage, weiß aber, dass jetzt erst einmal die Grundlagen für eine Koalition geschaffen werden müssen – verbunden mit der Verteilung der Ministerien.
Da ist sicher noch vieles offen, und sicher gibt es auch viele Ambitionen. Neben der fachlichen Eignung haben auch immer wieder regionale Faktoren eine Rolle gespielt.
Wenn es diesbezügliche Informationen gibt, so kann ich nur sagen, dass Franz Einhaus ein geeigneter Kandidat wäre. Er verfügt über langjährige Erfahrung in führender Position als Landrat, er war jahrelang Wirtschaftsförderer und ist politisch gut vernetzt.  Aufgrund seiner angenehmen menschlichen Art hat er wenig Feinde. Für unsere hiesige Situation wäre es einerseits ein Verlust, denn er ist ein guter Landrat und wir beide arbeiten angesichts der nun mal im Raum stehenden unterschiedlichen Interessen zwischen Stadt und Kreis vertrauensvoll zusammen. Andererseits wäre es für unsere Region nicht schlecht, im Wirtschaftsministerium einen bekannten Ansprechpartner zu haben.“

Hintergrund

Peines Landrat Franz Einhaus wird als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium gehandelt – eine Aufgabe, die durchaus zu seinem Werdegang passt.

  • Einhaus begann seine Karriere 1984 beim Landkreis und war damals wissenschaftlicher Angestellter für das Sonderprojekt „Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Entwicklung in Peine“. Zuvor hatte Einhaus Wirtschaftsgeografie und Sozialwissenschaften studiert.
  • Mit seiner zweiten Aufgabe im Peiner Land wechselte der gebürtige Friesoyther als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Wirtschaftsförderung des Landkreises.
  • Der heute 57-Jährige wurde 1988 zum Geschäftsführer der damals neu gegründeten Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft berufen. Zwei Jahre später übernahm Einhaus federführend die Wirtschaftsförderung im Peiner Land und stieg 1999 zum Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Soziales, Jugend und Gesundheit in der Kreisverwaltung auf. 2000 kandidierte Einhaus für die SPD für den Posten des Landrats und wurde im ersten Wahlgang gewählt.
  • Nun könnte Franz Einhaus ins Wirtschaftsministerium nach Hannover wechseln. Designierter Wirtschaftsminister ist der ehemalige SPD-Vorsitzende Olaf Lies, der bei einem Mitglieder-Entscheid um die Spitzenkandidatur Stephan Weil im November 2011 unterlegen war.

pif

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