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Nach Wulffs TV-Auftritt: Peiner Politiker üben Kritik

Peine Nach Wulffs TV-Auftritt: Peiner Politiker üben Kritik

Trotz des TV-Interviews von Bundespräsident Christian Wulff bei ARD und ZDF nimmt die Kritik nicht ab. Peiner Politiker bewerten den Auftritt des Staatsoberhauptes nicht als Befreiungsschlag.

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Die Kritik nimmt immer weiter zu: Nach der Kredit-Affäre und dem Anruf bei „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann verliert Bundespräsident Christian Wulff (oben r.)immer mehr an Rückhalt.

Peine. Nach dem viel kritisierten Fernseh-Auftritt lehnte Wulff gestern die Veröffentlichung der Mailbox-Nachricht an Kai Diekmann von „Bild“ ab. Die Kritik wächst. „Insgesamt hat Herr Wulff das Amt des Bundespräsidenten in den letzten Wochen durch unterschiedliche Äußerungen und Handlungsweisen schwer beschädigt“, betonte Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD). „Das Interview war kein Befreiungsschlag, sondern hat eher neue Fragen aufgeworfen. Seine moralische Integrität ist erschüttert, die notwendige Würde für das Amt nicht mehr herstellbar. Herr Wulff muss zurücktreten“, unterstrich Kessler. „Die CDU hat mit Ursula von der Leyen oder Thomas de Maizière durchaus fähige Kandidaten für das Amt.“

Peines SPD-Fraktionschef Bernd-Detlef Mau ergänzte: „Der Auftritt von Wulff war wenig überzeugend. Er schien sogar über die berechtigte Kritik beleidigt zu sein. Trotzdem bleibt er Bundespräsident.“

Die stellvertretende Landrätin Doris Meyermann (Grüne) stellte dem Bundespräsidenten nach dem Auftritt kein gutes Zeugnis aus: „Herr Wulff hat im Interview wenig Fakten gebracht.“ Es gäbe eine klare Diskrepanz zwischen den Aussagen  der „Bild“-Zeitung und denen des Bundespräsidenten: „,Bild‘ betont, Herr Wulff wollte die Berichterstattung verhindern. Er wiederum sagt, sie sollte nur einen Tag später erfolgen. Er wäre darum gut beraten, der Veröffentlichung der Nachricht zuzustimmen. Dann kann jede Unklarheit aus dem Weg geräumt werden.“

Meyermann kritisierte aber auch  das Verhalten der Boulevardpresse:  „Es wirkt wie eine Hetzkampagne und ist kein Stil, den ich mir für Deutschland wünsche. Da steckt vermutlich wesentlich mehr hinter, als man vermutet. So etwas macht Angst.“

CDU-Kreistagsmitglied Arnim Plett monierte: „Jetzt ist mal Schluss mit der Kritik am Bundespräsidenten. Er hat Fehler gemacht, diese aber eingesehen. Er ergänzte: „Es ist richtig, dass er im Amt bleibt. Auch wenn der Anruf dumm war, gesprochene Worte müssen vertraulich bleiben.“

Ratsherr Matthias Roll (Piratenpartei) zeigte sich weniger verständnisvoll: „Er widerspricht sich selber, wenn er einerseits die Pressefreiheit betont, sich aber andererseits so verhält. Ich habe große Zweifel an seiner Integrität.“

js

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