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Nach Facebook-Eintrag: Landkreis Peine droht 24-Jähriger mit "Idiotentest"

Ärger wegen Blitzer-Kommentar Nach Facebook-Eintrag: Landkreis Peine droht 24-Jähriger mit "Idiotentest"

Auf Facebook schimpfte eine 24-Jährige aus dem Kreis Peine über zwei Radarkontrollen an der Landesstraße 320 bei Klein Blumenhagen - prompt bekam sie Post vom Landkreis. Darin wurde ihr eine MPU angedroht, im Volksmund Idiotentest genannt. Die 24-Jährige ist geschockt und verärgert über dieses Vorgehen.

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Die Facebook-Seite von "Blitzer Peine".

Kreis Peine. Der Ärger begann, als die 24-Jährige Anfang der Woche einen Kommentar auf der Facebook-Seite „ Blitzer Peine“ hinterließ: Täglich fährt sie auf dem Weg zur Arbeit auf der L 320 am festinstallierten Blitzer in Klein Blumenhagen entlang. In unmittelbarer Nähe stand am Montag auch noch ein mobiler Blitzer. Im sozialen Netzwerk Facebook schrieb sie daraufhin: „Die spinnen doch ey...ich würde die am liebsten mit eiern beschmeißen...fahre da jeden Tag lang!“ Nur einen Tag später erhält sie einen Brief vom Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises, der mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) droht.

Im Schreiben heißt es: „Ihren Äußerungen zufolge verfügen Sie über ein gewisses Maß an Konfliktpotential, welches im Straßenverkehr und als Führerin eines Kraftfahrzeugs nicht angebracht ist.“ Wenn die 24-Jährige weiterhin auffällig werde, könne eine medizinisch-psychologische Untersuchtung (MPU) gefordert werden.

Die 24-Jährige reagierte geschockt und verärgert über das Vorgehen des Landkreises. Der Fall schlägt bereits hohe Wellen: Die Bild Zeitung berichtete prominent, auch das WDR-Fernsehen macht ihn zum Thema.

Bei "Blitzer Peine" muss der Landkreis Peine für sein Vorgehen unterdessen viel Kritik einstecken. "Nicht einschüchtern lassen" ist dort in den Kommentaren unter anderem zu lesen. Und weiter: "Solidarität aus Bayern! Gegen Abzocke, gegen contraproduktive Beamte, für freie Meinungsäußerung!" Ein anderer Nutzer schreibt: "Da bringen die Blitzer auf der A2 nun kein Geld ein, so muss man zu anderen Methoden greifen."

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Weitere Hintergründe sowie die Stellungnahmen des Landkreises und der 24-Jährigen lesen Sie in der Samstags-Ausgabe der Peiner Allgemeinen Zeitung.

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