Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Nach Brand: Weihnachten in neuer Wohnung

Peine Nach Brand: Weihnachten in neuer Wohnung

Der 25. November war ein schwarzer Tag im Leben der Familie Rettig. An diesem Tag zerstörte ein Großbrand die Wohnung der Familie an der Beethovenstraße und damit auch private Dinge. Inzwischen ist Marina Rettig mit ihren Zwillingen (12) in eine eigene Wohnung nach Vöhrum gezogen.

Voriger Artikel
Letzter verkaufsoffener Sonntag
Nächster Artikel
„Feuerzangenbowle“ begeisterte die Peiner

Große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft: Vom Labora Sonderpostenmarkt gab es unter anderem neue Betten für die Kinder.

Quelle: bol

Peine. „Von Weihnachtsstimmung sind wir aber noch sehr weit entfernt“, sagte sie bei einem Gespräch mit der PAZ „doch wir genießen jetzt erstmal die Ruhe hier.“

Direkt nach dem Brand kamen die Drei in einer kleinen Wohnung einer dima-Mitarbeiterin unter. Seit dem 15. Dezember versuchen sie in der eigenen Wohnung in Vöhrum zurecht zu kommen. „Es herrscht noch das totale Chaos. Ich habe noch keine Stühle, mit ein bisschen Glück bekommen wir noch einen Weihnachtsbaum - von dem ich aber noch nicht weiß, wo ich ihn hinstellen soll - und vielleicht können wir das Weihnachtsfest ein wenig genießen“, erzählte die Mutter.

Die Wohnung in Vöhrum ist klein. Nur rund 75 Quadratmeter. „Vorher hatten wir 130 und jede meiner Töchter hatte ein eigenes Zimmer. Jetzt müssen sie sich eines teilen“, erklärte Marina Rettig die derzeitige Situation. Überall stehen Umzugskisten herum. Einige private Gegenstände konnten aus der Wohnung gerettet werden, sind aber schwarz vom Ruß, wie die Fotosammlung auch mit Fotos ihrer vor sieben Jahren verstorbenen Tochter. „Ich bin seit Tagen nur am putzen und versuche vieles zu retten. Auch Regale. An dem einen hier habe ich vier Stunden geschrubbt, aber es sind die Werte die dahinter stehen. Man kann das doch nicht alles wegwerfen“, erzählte sie weiter „und die Fotos der Familie. Sie zu retten ist mir besonders wichtig.“

Überwältigt war Rettig von der Hilfsbereitschaft der Peiner. „Ich kannte hier fast niemanden und trotzdem haben mir so viele Menschen geholfen. Ein einfaches Danke reicht da schon nicht mehr aus. Ich würde mich gerne bei jedem persönlich bedanken, doch dazu fehlt mir momentan die Zeit.“ Und wohl auch die Kraft, denn Marina Rettig ist von früh bis spät auf den Beinen. Umzugskisten schleppen Wohnung einräumen, putzen, retten was zu retten ist, arbeiten gehen und nebenbei auch die Kinder trösten. Der Wohnungsbrand hat tiefe Spuren hinterlassen, vor allem bei der Tochter, in deren Zimmer das Feuer ausbrach. „Sie macht sich Vorwürfe, aber es war einfach ein Unglück. Niemand kann etwas dafür“, erzählt Rettig. Immer wieder kommt sie auf die große Anteilnahme der Peiner zu sprechen. „Wir haben Gutscheine verschiedener Einzelhändler bekommen, sodass die Kinder doch einige Weihnachtsgeschenke bekommen können. Vom Labora Sonderpostenmarkt gab es neue Betten für die Kinder, von ABC-Schuhe Gutscheine für warme Winterstiefel und von den Geldspenden konnten wir Kleidung und das Nötigste kaufen.“ Was Rettig noch dringend fehlt ist ein großer Kleiderschrank.

Auf die Frage, ob die Familie dem ganzen Drama auch etwas gutes abgewinnen kann, überlegt Marina Rettig lange. „Doch, die Ruhe hier in Vöhrum. Endlich wackeln die Regale nicht mehr, wenn ein Zug vorbei fährt. Und das Ganze hat als Familie unheimlich zusammengeschweißt.“

bol

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung