Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Musikinstrumente als Weltbürger

Konzert Musikinstrumente als Weltbürger

Musik verbindet. Deshalb hatte die Gleichstellungsbeauftragte für Familie und Integration in Peine, Banafsheh Nourkhiz, zu einem Konzert mit begleitendem Vortrag unter dem Motto „Viele Klänge einer Welt“ eingeladen.

Voriger Artikel
Jetzt gibt es das Buch zur Eintracht-Meistersaison
Nächster Artikel
Kunden brachten mehr als 400 000 Härke-Kronkorken

Auf der Bühne im Peiner Forum: Seit zwei Jahren spielt das Ensemble Gohar mit großem Erfolg.

Quelle: Foto: Grit Storz

Peine. Im vollbesetzten Peiner Forum Peine betonte Nourkhiz in ihrer Eröffnungsrede, dass die Gemeinsamkeiten mit Migranten herausgearbeitet werden sollten und die positiven Seiten von Integration stärker ins Blickfeld rücken müssen. Ein Projekt, das genau dieses in der Realität umsetzt, ist das Ensemble Gohar. Musiker verschiedener Länder wie dem Iran, Indien und Deutschland musizieren mit großem Erfolg seit zwei Jahren gemeinsam.

Ehsan Ebrahimi, der Gründer und Leiter des Ensembles, entführte die Besucher mit seinen Musikern in eine Musikwelt voller unterschiedlicher Gefühle. Klagend und traurig, fröhlich und voller Lebensfreude, kraftvoll und mitreißend und immer sehr zu Herzen gehend, weckten die einzelnen Stücke ganz unterschiedliche Emotionen bei den Zuhörern. Der unterstützende Vortrag von Professor Raimund Vogels, der unter anderem als Musikethnologe an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt, und „Musik und ihre kulturelle Diversität“ beleuchten sollte, gestaltete sich zur Freude der Zuhörer sehr praktisch. Vogels änderte „in letzter Minute“ seinen Vortrag und sprach lieber darüber, welche Instrumente das Ensemble spielt.

Hier wurde schnell deutlich, dass Integration in der Musik seit vielen Jahrhunderten problemlos funktioniert. Deshalb sei die Antwort auf die Frage, welchem Volk oder Land ein Instrument „gehöre“ ganz einfach mit „uns allen“ zu beantworten sei. Landestypische Instrumente gäbe es eigentlich nicht, da Instrumente im Laufe der Jahrhunderte mit den Menschen gewandert seien und vom jeweiligen Land anders bespielt und teils auch „umgebaut“ würden.

Selbst die Musiktheorie gehe bis ins antike Griechenland zurück, deshalb könne ein indischer Musiker problemlos iranische oder deutsche Musik spielen und umgekehrt.

Bei der Instrumentenkunde mit jeweiligen „Hörbeispiel“ kam Vogels regelrecht ins Schwärmen und erreichte damit im Publikum teils großes Staunen. Diese Offenheit in der Musik wünscht sich Vogels für die Gesellschaft und bekam dafür zustimmenden Applaus.

Von Grit Storz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

eebe8558-a9cd-11e7-923d-4ef2be6e51d8
Orkan im Kreis Peine

Hier die aktuellen Bilder:

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung